Beton-Koloss sitzt nun an Ort und Stelle

Baustelle Brücke bei Richardshöhe an neue Kreisstraße verschoben

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Bauleiter Stefan Fischer (r.) und Vermesser Lutz Kromat sind zufrieden. Der tonnenschwere Brücken-Koloss wurde punktgenau in die Gleisachse verschoben. Foto: Thomas Voigt

Netzschkau. So etwas bekommt man nicht alle Tage zu sehen. Vergangenen Dienstag wurde die tonnenschwere Eisenbahnbrücke an der neuen Kreisstraße in der Nähe Richardshöhe mittels Verschub-Technologie an ihren endgültigen Standort bewegt.

Viele Schaulustige verfolgten den eindrucksvollen Vorgang. Der Quereinschub dauerte gerade mal eine halbe Stunde. Dabei wurde der 1.500 Tonnen schwere Beton-Koloss 27 Meter bewegt. Bauleiter Stefan Fischer beobachtete alles sehr genau.

Nachdem die Brücke präzise an Ort und Stelle gerückt war, entspannten sich bei Bauleiter Stefan Fischer vom VSTR Rodewisch die Gesichtszüge. "Wir liegen punktgenau in der Gleisachse." Weil die Bedingungen vor Ort immer unterschiedlich sind, sei so ein Verschub immer etwas Besonderes.

Im Vorfeld wurde die Brücke nach fünfmonatiger Bauzeit fertiggestellt. Anfang September wurde die Bahnstrecke Auerbach/Falkenstein gesperrt. Damit die Brücke an ihren neuen Platz verschoben werden kann, mussten in kürzester Bauzeit um die 4.000 Kubikmeter felsiger Untergrund weggeräumt werden. Nun ist die Lücke Schienennetz wieder geschlossen.

Durch das Verfahren reduzierte sich die Zeit für die Sperrung des Streckengleises um 11 Wochen. Die Inbetriebnahme des Streckengleises ist für den 2. Oktober geplant. Voraussichtlich im Dezember soll die Kreisstraße (K 7830) für den Verkehr freigegeben werden. Die Maßnahme ist Teil der Göltzschtal-Umgehung.