Bilderreise in die Zeit der Teilung

Ausstellung "Voll der Osten - Leben in der DDR"

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In der Ausstellung "Voll der Osten - Leben in der DDR" in Reichenbach. Foto: Simone Zeh

Reichenbach. In den Achtzigerjahren zog Harald Hauswald durch Ost-Berlin und fotografierte, was ihm vor die Linse kam. Er knipste, was andere Fotografen übersahen oder für uninteressant hielten: Kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten.

Gezeigt wird eine ungeschminkte DDR-Realität, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum mehr erinnern. Die Ausstellung präsentiert auf 20 Tafeln über 100 bekannte und unbekannte Fotos von Harald Hauswald. Die Tafeln stehen jeweils unter einem konkreten Kontext, wie etwa "Abschied", "Gemeinschaft" oder "Traurigkeit". Die Texte der Ausstellung hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen ist.

Begegnung mit der DDR-Geschichte

Die Ausstellungstafeln verlinken mit QR-Codes zu kurzen Videointerviews im Internet, in denen der Fotograf darüber berichtet, wie und in welchem Kontext das jeweils zentrale Foto der Tafel entstanden ist. Die OSTKREUZ Agentur der Fotografen und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur laden mit der Ausstellung "Voll der Osten. Leben in der DDR" zu einer Bilderreise in die Zeit der Teilung ein.

Aufgrund des für die Ausstellung verfügbaren, umfangreichen didaktischen Begleitmaterials ist diese auch für Schulklassen zur Begegnung mit der DDR-Geschichte geeignet. Die Plakate werden bis zum 24. November im Rathaus zu sehen sein.