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Blumen stecken in Stiefeln

Tipp Erinnerung an das Hochwasser

Greiz. 

Narzissen, Krokusse, Tulpen und Hyazinthen blühen im Unteren Schloss in Greiz. "Das sind Frühlingsträume, die wir in die Welt entsenden", sagt Museumsdirektor Rainer Koch. Doch etwas ist anders als gewöhnlich: Nicht im Beet wachsen die Blumen, sondern sie schauen aus Gummistiefeln und Sandsäcken heraus oder wachsen in einer alten Schubkarre zwischen blauen Müllsäcken. "Frühlings(alp)träume" nennt sich die Schau, die Koch zusammen mit dem Blumenfachgeschäft Yvonne Täubert, dem Fotoclub Greiz, der Freiwilligen Feuerwehr Greiz und seinem Team konzipiert hat. Erinnert wird damit an das verheerende Hochwasser im vorigen Frühjahr, welches die Stadt Greiz und ihre Menschen arg mitnahm. "Wir wollen den Zusammenhalt der Bevölkerung, den die Ereignisse ausgelöst hat, darstellen", so Rainer Koch. "An diesem Punkt kommen die Floristen ins Spiel." Die Blumen sollen den Hoffnungsschimmer zeigen, dass es weitergehe im Leben. "Der Zusammenhalt ist schnell vergessen, der Alltag kehrt ein", bedauert der Museumsdirektor. Die Ausstellung (bis 11. Mai) soll ein Dankeschön sein an alle Helfer und Hoffnung denen geben, die bis heute um ihre Existenz kämpfen.