Borkenkäfer-Problem in sächsischen Wäldern

Erklärungen Sachsenforst nimmt zum Thema Stellung

Rosenbach. 

Rosenbach. Das Borkenkäfer-Problem in den Wäldern besteht im gesamten Vogtland und darüber hinaus. Die Schäden sind immens. Dass sich im Staatswald bei Rößnitz immer noch nichts tue, obwohl die Bäume grau sind, weil der Borkenkäfer zugeschlagen hat, bemängelte Gemeinderat Andy Bromnitz jüngst zur Gemeinderatssitzung in Rosenbach. Private Waldbesitzer würden vom Landratsamt angeschrieben, um vom Borkenkäfer befallene Bäume zu einer bestimmten Frist zu entfernen. In der Brutstation, womit der Staatswald gemeint ist, passiere nichts, lautete die Kritik.

"Sachsenforst hat in diesem Jahr mit hohem personellen und finanziellen Aufwand eine intensive Kontrolle der Wälder nach Borkenkäferbefall durchgeführt. Forstkollegen und Honorarkräfte sind die Befallsgebiete alle ein bis zwei Wochen abgelaufen", sagt Ines Bimberg vom Sachsenforst Revier Plauen zur Thematik.

"Ziel ist natürlich, befallene Bäume zu erkennen und aus dem Wald zu entsorgen, solange die Käfer nicht ausgeflogen sind. Der Zeitkorridor ist sehr eng. Vom Frischbefall bis zum flugbereiten Jungkäfer dauert es nur sechs bis acht Wochen." Im örtlich zuständigen Landeswaldrevier Mittelhöhe habe kürzlich eine Durchforstung stattgefunden, bei der auch Bäume mit Borkenkäferbefall entnommen wurden. "Im Revier war aber auch Borkenkäferbefall im Frühjahr an Orten, an denen Brutbäume streng geschützter Vogelarten stehen", erklärt Bimberg. "Diese Gebiete sind in der Brutsaison weiträumig von der Bewirtschaftung ausgeschlossen. Wir konnten die befallenen Bäume nicht rechtzeitig fällen und abtransportieren. Von abgestorbenen Bäumen geht keine Gefahr mehr aus, da die Käfer dann bereits ausgeflogen sind." Diese Bäume würden mitunter als Totholz im Wald gelassen, so dass es sein könne, dass diese Befallsflächen jetzt noch sichtbar sind.