Brücke an Maschinenraum: Es ist viel Druck im Kessel!

Handball Der SV 04 Oberlosa muss am Samstagabend unbedingt in Jena gewinnen

Plauen. 

Plauen. Beim SV 04 Oberlosa rauchen derzeit die Köpfe! Denn der ambitionierte Handball-Viertligist steht bei Saisonhalbzeit nur auf Platz zehn. Da ist einiges schief gelaufen. Nur noch vier Mannschaften rangieren hinter den Plauenern. Dass diesmal im Gegensatz zu den Vorjahren wirklich drei Vereine aus der Mitteldeutschen Oberliga absteigen, gilt als sicher. Beim Vizemeister des Vorjahres knirscht es jetzt zwangsläufig im Getriebe. Auf der Kommandobrücke aber bewahren die Kapitäne Ruhe. "Wir müssen jetzt am Samstag das Nachholespiel in Jena gewinnen, damit wir nicht in akute Abstiegsgefahr geraten." Mehr kommt nicht aus der Vorstandsetage!

Es ist nicht die Zeit für Leichtmatrosen

Von hastigem Aktionismus mit Trainerwechsel und eiligen Spieler-Neuverpflichtungen - so wie es in vielen anderen Vereinen immer wieder passiert und dann wirtschaftliche Probleme verursacht - hält man demnach beim SV 04 Oberlosa gar nichts. Man arbeitet nach Plan. "Wir sind alle enttäuscht. Funktionäre, Spieler, Fans, Sponsoren. Unser Auftrag lautet ganz klar, das Schiff wieder auf Kurs zu bringen und dann alle Zukunftsfragen noch einmal neu zu beantworten", stellt Vereins-Chef Prof. Dr. Bernd Märtner klar. Lutz Petzoldt betonte intern als Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH, dass im Moment nicht die Zeit für Leichtmatrosen sei. "Jetzt müssen die mit den Bärten auf Deck!" Genauso wollen sie es machen, die Oberlosaer. Das letzte Spiel des Jahres 2019 führt die Plauener zum Auftakt der Rückrunde nach Thüringen.

Das wird ein knallhartes Spiel in Jena!

Die Spitzenstädter gastieren am Samstagabend beim Tabellenletzten, dem HBV 90 Jena. Der Anwurf in der Werner-Seelenbinder-Sporthalle erfolgt um 18 Uhr. Beim Gastgeber hat man natürlich vernommen, dass die Vogtländer angeknockt sind. Und weil Jena zuletzt bei der heimstarken HSG Freiberg ein 28:28-Unentschieden schaffte, sind die Zeiss-Städter heiß. Klar ist: Wenn Jena gewinnt, baut sich in dieser bislang ziemlich verrückten Spielzeit noch mehr Druck im Dampfkessel auf. Oberlosa hatte das Hinspiel mit 27:22 gewonnen. Die personelle Situation vor diesem richtungsweisenden Duell bereitet SV-Trainer Petr Hazl wieder einmal Kopfzerbrechen. Andreas Weikert (Schulter) und Moritz Rahn (Magen-Darm) werden vermutlich nicht spielen. Fünf weitere Spieler sind aus beruflichen, privaten, persönlichen oder gesundheitlichen Gründen nicht zu 100 Prozent fit. "Wir müssen alle zusammenhalten und irgendwie in Jena gewinnen!" So lautet die Ansage vom Sportlichen Leiter Rico Michel, der genau wie Vorstand und Geschäftsführung "die Ruhe bewahren und mit allen gemeinsam weiter kämpfen" wird.