Bürger sprechen sich gegen Windräder aus

Natur "Pro Vogtlandschaft" will über negative Seiten aufklären

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Die Meßbacher Bürgerinitiative gegen Windkraftausbau mit Karla Schellenberg, Thomas Gebhardt, Christine Zimmermann, Ralf Schellenberg und Mario Gündel (von links).Foto: Simone Zeh

Meßbach. Der Kampf gegen die Windräder geht weiter. Leidenschaftlich sprach sich Karin Hohl, Mitbegründerin der Bürgerplattform "Pro Vogtlandschaft", beim überregionalen Gipfeltreffen in der Stelzenfestspielscheune für den Wald als Klimaretter aus: "Es ist die absolute Katastrophe, dass man vor dem Wald nicht zurück schreckt. Wir hacken den Klimaretter wegen Windkrafträder weg. Das ist schizophren."

Etwa zweihundert Leute waren an dem Nachmittag zum Schutz von Natur, Tier und Mensch gekommen, hörten den Vorträgen von fachkundigen Leuten und Politikern zu. Mit einem Info-Stand war die Bürgerinitiative Meßbach vor Ort.

Zu wenige Leute zeigen Interesse

"Es geht darum, dass diese Energiepolitik falsch ist, das wollen wir den Leuten erklären", so Ralf Schellenberg. "Die Veranstaltung heute ist gut, es sind nur zu wenige Leute hier", sagte Christine Zimmermann. "Uns fällt auf, dass das Desinteresse der Jugend erschreckend ist."

Vor über einem Jahr hatten sich die Meßbacher "Pro Vogtlandschaft" angeschlossen. "Wir hatten uns gesagt: Die überrollen uns, wenn wir allein sind." Gemeinsam sei man stärker. Die Landschaft um Meßbach gelte als absolutes Brutgebiet für den Rotmilan. Ein Gutachten, durch Spenden finanziert, habe man selbst in Auftrag gegeben.

Weiterkämpfen ist die Devise

Aufgeben kommt auch für die Bürgerinitiative gegen Windkraftausbau Löhma, Kirschkau, Lössau und Wüstendittersdorf nicht in Frage. "Acht bis zehn Windkrafträder sind bei uns geplant. Alle im Wald", sagt Marcus Fiedler. "Das wollen wir verhindern. Dieser Windwahn muss gestoppt werden. Wir kämpfen weiter."

Die Bürgerplattform "Pro Vogtlandschaft" ist nun dabei, einen Verein zu gründen, informierte Karin Hohl. "Wir waren nicht untätig, haben zudem ein Fachgutachten zum Artenschutz auf den Weg gebracht." Das wurde selbst finanziert, wobei man auf Spenden angewiesen sei. "Wir waren in Dresden im Landtag. Als nächstes gehen wir nach Erfurt." Insgesamt 3.000 Unterschriften habe man zusammen, und die Petition, die den Bau weiterer Windräder entlang der Landesgrenze verhindern soll, geht weiter.