Bürgerstiftung: Stammkapital ist auf 1.65 Millionen Euro angewachsen

Förderung Bürger können ab jetzt Geld für Projekte beantragen

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Im Bild die Stiftungsversammlung der Bürgerstiftung Plauen. Foto: Karsten Repert

Plauen. Sie wollen bekannt werden, das Gemeinwohl fördern und das vorhandene Geld vor der Inflation schützen. Die Bürgerstiftung Plauen e.V. hat in den zurückliegenden sechs Jahren (Gründung 2012) einiges vollbracht.

Prof. Dr. Bernd Märtner stellt fest: "Das der Stiftung zur Verfügung stehende Kapital konnte von ursprünglich 1,4 Millionen Euro auf 1.65 Millionen Euro gesteigert werden. Zugleich konnten wir insgesamt 108.000 Euro für gemeinnützige Stiftungszwecke an die Plauener Vereine auszahlen", so der Vorstandsvorsitzende.

25 Plauener Vereine bekommen Geld

Das heißt: Das Stammkapital der Stiftung ist angewachsen und die Vereine der Spitzenstadt konnten zugleich gefördert werden. "Dieses Ziel haben wir erreicht, weil es immer wieder Zustiftungen, also Geldeingänge gab", so das Fazit zur jüngsten Stiftungsversammlung der Bürgerstiftung.

In der Sternquell-Brauerei durfte die ehrenwerte Gesellschaft zudem von 30 Förderanträgen berichten, die von den Plauener Vereinen oder Plauener Bürgern eingereicht wurden. Das ist neuer Rekord und spricht für die wachsende Bekanntheit der Stiftung. "25 Vereine können mit insgesamt 24.600 Euro gefördert werden. Sie bekommen nach Ostern Post", teilt der Stiftungsrat mit.

Sie machen alles im Ehrenamt

Dass es in Zeiten von Minuszins und Kostenexplosionen wirtschaftlich so gut läuft, hat zwei Ursachen. Im Tätigkeitsbericht des Vorstandes für das Jahr 2017 steht: "Die Bürgerstiftung Plauen hat alle Tätigkeiten ehrenamtlich durchgeführt und keinerlei finanzielle Mittel an die Vorstandsmitglieder, also auch keine Sitzungsgelder und Fahrtkosten oder ähnliches ausgereicht."

Bernd Märtner hat errechnet: "Die Aufwendungen für die Stiftungsverwaltung konnten inklusive der Jahresabschluss- und Prüfungskosten auf 0,24 Prozent des zu verwaltenden Kapitals der Stiftung begrenzt werden." Zudem haben die Vorstände (Prof. Dr. Bernd Märtner, Maik Immel, Beate Schad, Dr. Ilona Gogsch, Gabriele Pecht) offenbar gute Geldanlage-Entscheidungen getroffen.

Spenden fließen direkt in die Projekte

So kann Gerold Kny als Vorsitzender des Stiftungsrates versprechen: "Spenden und Zustiftungen stehen damit weitgehend ungeschmälert für die Verwendung für Stiftungszwecke zur Verfügung." Die Bürgerstiftung Plauen ist vor sechs Jahren aus der Hans-Löwel-Stiftung hervorgegangen. Für die neue Förderperiode 2019 kann jeder Bürger bis zum 30. November 2018 einen kurz gefassten Antrag per Post oder E-Mail, unter Nutzung des Antragsformulars (auf der Internetseite), an die Bürgerstiftung stellen.