Bürgerzentrum für Ellefeld: Erster Mietvertrag unter Dach und Fach

Deutsche Vermögensberatung zieht in Ellefelder Neubau

Ellefeld

Ein Jahr nach dem Richtfest nimmt das neue Multifunktionsgebäude an der Hauptstraße Formen an. Während im Außenbereich die Erdwärmeanlage installiert wird, geht im dreigeschossigen Neubau, den Einheimische „H 34“ nennen, der Innenausbau voran. Ellefelds Bürgermeister Jörg Kerber (parteilos) verkündete derweil den ersten unterzeichneten Mietvertrag. Es handelt sich um die Deutsche Vermögensberatung, die im Erdgeschoss einzieht.

Betreiber fürs geplante Café gesucht

Geht es nach den Planern, soll nebenan ein Café mit Außenbereich eröffnen. Um einen potenziellen Betreiber Appetit zu machen, lud die Gemeindeverwaltung bereits im März dieses Jahres ins Baustellen-Café ein. Laut Hauptamtsleiterin Heike Strauch-Laschewski stehen dem Pächter insgesamt 180 Quadratmeter Fläche - dazu gehört auch ein Nebenraum - zur Verfügung. Interessenten können sich jederzeit im Rathaus melden. Was die Betreibung betrifft, sei man grundsätzlich flexibel eingestellt.

Hauptamts-Chefin gibt sich zuversichtlich

Aus Sicht der Verantwortlichen sprechen unter anderem eine moderate Kaltmiete, Parklätze am Gebäude und die zu erwartende Frequentierung im Haus für eine gastronomische Nutzung der Räumlichkeiten. „Wir sind zuversichtlich, dass es funktioniert.“ Falls sich kein Gastronom findet, sollen die Räumlichkeiten kommunal genutzt werden, war zu erfahren.

Raum für Freiberufler und Startups

Über zwei Treppenaufgänge oder per Aufzug gelangen Besucher in die oberen Geschosse. Für Rathausmitarbeiter stehen in der ersten Etage fünf Büros zur Verfügung. Ende September will die Verwaltung in neuer Umgebung starten. Auf dieser Ebene gibt es zudem im Coworking-Format Arbeitsmöglichkeiten für Freiberufler, Kreative und Startups. Als verbindendes Element dient die Gemeinschaftsküche. Ein weiterer Bereich auf dieser Ebene ist für die Ellefelder Jugend reserviert.

Großer Saal für alle mit viel Potenzial

Eine Treppe höher befindet sich der große Saal mit den charakteristischen Holzbogenfenstern und der wuchtig in Szene gesetzten Holzkassettendecke. „Mit Bestuhlung finden hier 200 Personen Platz“, verriet Laschewski. Hier können Veranstaltungen und Feiern aller Art stattfinden. Für Flexibilität sorgt eine mobile Trennwand. „Wir haben jetzt schon Anfragen“, verriet die Chefsekretärin des Bürgermeisters. Architekt Roger Neumann sprach von einem außergewöhnlichen Konzept. „In dieser Komplexität gibt es im Göltzschtal nichts Vergleichbares.“ Die Kosten liegen bei rund 6 Millionen Euro.

Lösung für altes Rathaus steht aus

Was aus dem alten Rathaus wird, ist noch ungewiss. Ein Nutzungskonzept liegt noch nicht auf dem Tisch. Vorstellbar sei eine Arztpraxis. Vor Ort fehlen Augenspezialisten. Wohnmöglichkeiten wären gleich mit im Paket.