Ein ganz normaler Samstag, der alles veränderte... Der 17. Januar wird für Colin aus Oelsnitz für immer ein einschneidendes Datum bleiben. Was mit einem Kribbeln in den Beinen begann, entwickelte sich innerhalb weniger Stunden zu einem medizinischen Notfall. Als schließlich Lähmungserscheinungen hinzukamen, zögerten seine Eltern Katja und Lars keine Sekunde und brachten ihren Sohn umgehend in die Notaufnahme.
Dort folgte die erschütternde Entdeckung: Bei Untersuchungen wurde ein rund zehn Zentimeter langer Tumor an Colins Wirbelsäule festgestellt. Die Ärzte reagierten sofort und rieten zu einer Notoperation.
Diagnose Krebs: Der Kampf beginnt
Während Colin sich von dem Eingriff erholte, wartete die Familie auf die Ergebnisse der Gewebeuntersuchung – in der Hoffnung auf Entwarnung. Doch es kam anders: Der Tumor ist bösartig.
Für den 18-Jährigen, der mitten im Leben steht, brach eine Welt zusammen. Colin ist nicht nur leidenschaftlicher Fußballspieler, sondern engagiert sich auch als Trainer der F-Jugend beim Verein Traktor Lauterbach. Zudem absolviert er eine Ausbildung zum Erzieher – ein Beruf, der viel Herz und Verantwortungsbewusstsein erfordert.
Gemeinsam mit seiner Zwillingsschwester Melina und seiner jüngeren Schwester Nora wuchs er in einem familiären Umfeld auf, das von Zusammenhalt geprägt ist. Nun steht die gesamte Familie vor einer der größten Herausforderungen ihres Lebens.
370 Kilometer Hoffnung – Chemotherapie in Berlin
Nach der gesicherten Diagnose wurde Colin in eine Spezialklinik nach Berlin verlegt. Dort durchläuft er nun eine intensive, 29 Wochen dauernde Chemotherapie.
Für seine Eltern bedeutet das: regelmäßige Fahrten von Oelsnitz nach Berlin – rund 370 Kilometer pro Strecke. Neben der psychischen Belastung kommen erhebliche zusätzliche Kosten hinzu: Benzin, mögliche Übernachtungen, Arbeitsausfälle. Gleichzeitig brauchen auch Melina und Nora weiterhin die Aufmerksamkeit und Fürsorge ihrer Eltern.
Gerade in einer Situation, in der es ausschließlich um Gesundheit und Hoffnung gehen sollte, spielen plötzlich auch finanzielle Sorgen eine Rolle.
Beeindruckende Solidarität: Über 50.000 Euro bereits gespendet
Um die Familie in dieser schweren Zeit zu entlasten, hat er Onkel von Colin, Thorsten Müller, eine Spendenaktion auf GoFundMe ins Leben gerufen. Ziel sind 50.000 Euro, um Fahrtkosten, Verdienstausfälle und weitere Belastungen abzufedern.
Die Resonanz ist überwältigend: Bereits über 50.000 Euro wurden gespendet. Freunde, Vereinsmitglieder, Bekannte – aber auch viele fremde Menschen – zeigen ihre Anteilnahme und setzen ein starkes Zeichen der Solidarität. „Wir bedanken uns aus ganzem Herzen bei der Vielzahl an Spenden“, sagt Thorsten Müller unter Tränen.
Diese Unterstützung gibt der Familie nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern vor allem eines: das Gefühl, in dieser schweren Zeit nicht allein zu sein.
Ein junger Mensch mit großem Herz
Colin hat sich als Trainer der F-Jugend stets mit viel Engagement für die jüngsten Fußballer eingesetzt. Geduldig, motivierend und mit echter Leidenschaft stand er auf dem Platz – nun steht er selbst vor einem der größten Kämpfe seines Lebens.
Seine Geschichte berührt viele Menschen, weil sie zeigt, wie schnell sich das Leben verändern kann – und wie wichtig Zusammenhalt ist, wenn es darauf ankommt.
Wie jeder Einzelne helfen kann
Die Spendenaktion „Hilfe für Colin und seine Familie“ läuft weiterhin. Jeder Beitrag – ob groß oder klein – hilft dabei, der Familie in dieser Ausnahmesituation den Rücken freizuhalten, damit sie ihre ganze Kraft auf Colins Genesung konzentrieren kann.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zu spenden gibt es unter: https://www.gofundme.com/f/hilfe-fur-colin-und-seine-familie
Sollte am Ende Geld übrig bleiben, das für Colin nicht benötigt wird, fließt es in einen regionalen Verein oder eine Organisation, die sich um Menschen mit Krebserkrankungen kümmert, kündigt Colins Onkel an.
Benefiz-Rocknacht für Colin
Zumdem wird am 6. März in der Turnhalle Tirpersdorf eine Benefiz-Rocknacht veranstaltet. Der SSV Tirpersdorf organisiert den Abend zugunsten der Spendenaktion „Hilfe für Colin und seine Familie“. Mit dem Erlös der Veranstaltung soll die Familie während der langen Therapiezeit finanziell unterstützt werden.
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