Contest „Die Stimme Mitteldeutschlands“ geht in die heiße Phase

Lilly Böse aus Wernesgrün will ins Finale. Was die Vogtländerin antreibt und bewegt. Das Online-Voting läuft noch bis diesen Freitag

Wernesgrün

Sie liebt die Bühne und das Rampenlicht: Lilly Böse steht diesen Freitag im Halbfinale des Gesangswettbewerbes „Die Stimme Mitteldeutschlands“. Vor den Juroren und dem Publikum will sich die 19-Jährige in Freital von ihrer besten Seite zeigen. Die Wernesgrünerin gehört zu den elf verbliebenen Kandidaten, die ins Finale einziehen wollen. Fünf ambitionierte Anwärter kommen weiter. Mehr als 140 Gesangstalente aus fünf Bundesländern haben sich zum Casting gemeldet. Ausschlaggebende Kriterien beim Contest sind Stimme, Gesamteindruck und Likes der Fangemeinde.

Lieder, die emotional berühren

Für die Kandidatin, die in der Musikschule Rodewisch Gesangsunterricht nimmt, ist vor allem eines wichtig: „Ich liebe Lieder, die emotional berühren.“ In der Region ist die talentierte Sängerin keine Unbekannte. Vor zwei Jahren machte Lilly in Zusammenarbeit mit Jakob Ungetüm beim Nachwuchswettbewerb „Jugend musiziert“ mit der Eigenkomposition „Wo ist der Sinn“ auf sich aufmerksam.

Als Kind den Krebs bezwungen

In den Strophen, die von Kraft, Hoffnung und Leid erzählen, thematisiert die Vogtländerin ihre Krebserkrankung, die sie als Kind überstand. Mit diesem Lied trat der Teenager bei einem Benefizkonzert für krebskranke Kinder vor 1600 Besuchern im Leipziger Gewandhaus auf.

Mit Band und solo unterwegs

Neuerdings steht das Talent in den Reihen der im Vorjahr gegründeten Band „Niobium 25“. Bei der Neuauflage des Musikwettbewerbes „Jugend musiziert“ will sie nächstes Jahr wieder mitmischen. „Da trete ich in der Solokategorie Musical an.“ Bereits am 3. Oktober dieses Jahres steht die empathische Sängerin zur „Nacht der Kerzen“ auf der Bühne am Plauener Wenddenkmal.

Statt Musikstudium Ausbildung zur Friseurin

Die Vogtländerin, die seit Kurzem das Abitur in der Tasche hat, entschied sich gegen ein Musikstudium. Stattdessen hat die Contest-Teilnehmerin im elterlichen Betrieb bei der Wernesgrüner Haarkunst eine Ausbildung als Friseurin mit Spezialrichtung Zweithaar begonnen. „Mein Herz schlägt für die Heimat.“

Mit „Rosenstolz“ im Gepäck nach Freital

Jetzt konzentriert sich die Auszubildende auf ihren Auftritt in Freital. Überzeugen möchte sie mit „Die perfekte Welle“ von Juli, dem Rosenstolz-Song „Ich bin ich“, sowie Nina Chubas „Fata Morgana“. Der zuletzt genannte Titel ist von der Jury vorgegebenen. Die Veranstaltung geht in den Ballsälen Coßmannsdorf über die Bühne. Beginn ist 18 Uhr. Wer das Ganze live miterleben will, kann sich Tickets über die Homepage des Wettbewerbes sichern. Über diese Internetseite läuft auch das Online-Voting. Es endet am Tag des Halbfinales.

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