Corona-Portalpraxen nehmen Arbeit auf

corona Was tun, wenn man an Covid-19 erkrankt ist?

Vogtlandkreis. 

Vogtlandkreis. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) arbeitet mit dem Helios Vogtlandklinikum Plauen angestrengt an der Öffnung einer Corona Portalpraxis in Plauen auf dem Gelände der des in 650-Betten Schwerpunktkrankenhauses in privater Trägerschaft. Die Portalpraxen in den kleineren Regelkrankenhäusern am Klinikum Obergöltzsch Rodewisch und der Paracelsus Klinik Reichenbach arbeiten angestrengt. In Rodewisch und Reichenbach hat man individuelle Lösungen gefunden, welche die Gefahr einer Eintragung der Covid-19-Virusinfektion in die Notaufnahmen oder den klinischen Bereich verhindert. Das Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch bietet bereits seit vergangener Woche in einem isolierten Bereich der Notfallambulanz mit gesondertem Zugang sowohl eine telefonische Beratung als auch eine Behandlungsambulanz mit Untersuchungsmöglichkeiten und einer sogenannten Drive In-Abstrichmöglichkeit an. Am Helios Klinikum in Plauen wird die Praxis durch die KVS finanziert und ausgestattet. Der Praxisbetrieb soll durch die niedergelassenen Ärzte des Bereitschaftsdienstbereiches Plauen abgesichert werden.

Was ist eine Portalpraxis?

In den Portalpraxen soll insbesondere den Patienten unkompliziert geholfen werden, die bei begründetem Verdacht auf eine Covid-19-Infektion und Erkrankungssymptomen keinen Termin bei ihrem Hausarzt wegen Überlastung der Praxis bekommen oder dort nicht behandelt werden können. Das Klinikum Obergöltzsch informiert dazu: "Es geht darum, erkrankten Patienten unkompliziert und schnell zu helfen. Die Hausärzte sind überlastet. Erkrankte brauchen Hilfe und wollen behandelt werden. Wir müssen den Klinikbereich schützen und müssen verhindern, dass infizierte Patienten Notaufnahmen und Klinikbereiche lahm legen." Für das obere Vogtland wird angestrengt durch die Landkreisverwaltung nach einer Lösung gesucht. Gemeinsam mit dem Rettungszweckverband und der Paracelsusklinik Adorf/Schöneck soll auch hier für die Region eine Anlaufstelle für begründete Verdachtsfälle eingerichtet werden.

Bei Corona-Verdacht unbedingt erst anrufen

In der Regel vermitteln die Hausärzte oder der Bereitschaftsdienst der Kassenärzte (Telefon 116117) die Bürger in die Praxen. Zu empfehlen ist eine telefonische Voranmeldung durch die Patienten, da bereits auf diesem Wege häufig gestellte Fragen abgeklärt werden können und unnötiger Kontakt vermieden wird. Behandelt und getestet werden begründete Covid-19-Verdachtsfälle. Das sind Patienten mit Erkrankungssymptomen, Rückkehrer aus einem Risikogebiet oder Patienten mit Kontakt zu einem Covid-19-Infizierten. Ausschlaggebend sind hier die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes, welche auf Bundesebene gelten und strikt eingehalten werden müssen. Die Portalpraxen sind keine Untersuchungs- oder Teststellen für nicht Erkrankte. Unbegründeten Wünschen nach einem Test kann aus Kapazitätsgründen nicht entsprochen werden.