Damit die Erinnerung für immer bleibt

Gedenktafel Theaterförderverein würdigt Hans Löwel zum 100. Geburtstag

Plauen. 

Plauen. Der Plauener Hans Löwel entschloss sich nach dem Zweiten Weltkrieg in den Westen zu gehen. Dort brachte es der Unternehmer mit seiner Frau Edith zu Reichtum. Als Interzonenhändler verkaufte Löwel unter anderem Plauener Spitze. Gegenüber dem Plauener Journalisten Dr. Lutz Behrens schwärmte Hans Löwel vom "Fleiß der Beschäftigten in der Plauener Textilindustrie. Dieser Fleiß hat mich wohlhabend gemacht."

Gelder werden an Plauen und Bamberg verteilt

Hans Löwel verfolgte den Fall der Mauer und das Ende der DDR in Bamberg mit. Für den Textilhändler stand fest: Seiner Heimatstadt wollte er etwas zurückgeben. So steckte der Mäzen viel Geld in die Vogtlandmetropole, besser gesagt ins Kunst-, Kultur- und Sozialwesen von Plauen. 1996 starb Hans Löwel im Alter von 76 Jahren. Seine Stiftung mit einem Gesamtvermögen von 6,8 Millionen Euro wurde aufgelöst und das Geld an Einrichtungen in Bamberg und Plauen verteilt. So war es der Wille von Hans Löwel.

Die Erinnerung erhalten

In Plauen pflegt unter anderem der Theaterförderverein das Vermächtnis von Hans Löwel und dessen Ehefrau Edith, die einst als Schauspielerin im Musentempel die Menschen begeisterte. Zum 100. Geburtstag von Hans Löwel gedachte der Verein jetzt seinem Gönner und dessen Gattin. Mit einer Gedenktafel schuf man eine bleibende Erinnerung. Vereins-Chef Dr. Lutz Behrens und Freund von Löwel weiß, "dass durch die schnelllebige Zeit viel verloren geht. Oft fragen die Menschen mittlerweile, wer Hans Löwel war." So hat die Spitzenstadt Plauen nun am Hans-Löwel-Platz auch eine Gedenktafel.