Damit kann man Hunde artgerecht füttern

Tiernahrung Plauener entwickelt spezielles Herstellungsverfahren

Plauen. 

Plauen. Fast überall im Essen ist Chemie. Das gilt auch für Tiernahrung. Dass es inzwischen zum Beispiel ernährungsgeschädigte Hunde gibt, davon haben Herrchen und Frauchen hier und da schon einmal gehört. Auch den Hund von Thomas Schurig hatte es erwischt. "Dann habe ich begonnen, selbst zu experimentieren, bis ich das Futter so zusammengesetzt hatte, wie es das Tier in der Natur vorfinden würde, wenn es dort die Beute reißt", erläutert der gebürtige Dortmunder seinen Gedankengang.

Die Überlegung des 53-Jährigen: "Der Hund stammt vom Wolf ab. Und der Wolf ist ein Beutegreifer, der seine Beute an der weichsten Stelle aufbricht." Das ist folgerichtig der Bauch eines Tieres und dort sitzt der Pansen (Magen). Das wiederum ist die Gärkammer eines Wiederkäuers. Beißt also der Wolf dort hinein, stößt er auf Pflanzenanteile, Milchsäurebakterien, Wimper- und Geißeltierchen.

Dieses Konvolut beeinflusst über Millionen von Jahre die Verdauung positiv. Der Hund braucht also nicht nur Fleisch, sondern auch verdauliche und unverdauliche Pflanzenanteile. Im Jahr 2016 begann Thomas Schurig in seinem Kleinunternehmen in der Semmelweisstraße 57 in Plauen, für eine biologisch artgerechte Fütterung zu produzieren. Das Basisfutter (Nassfutter) wird dabei sogar im Labor geprüft. Internetinfo: www.beutezeit.com