Danke! Ihr habt die Plauener Hütte wieder flott gemacht

Alpenverein Schneeschäden von der Sektion Plauen-Vogtland repariert

Mayrhofen/Plauen. 

Mayrhofen/Plauen. Soweit ist alles wieder gut. Viele Bergwanderer besteigen in diesen Tagen von der Plauener Hütte (2.364 Meter) aus die wunderbaren 3000er in der Umgebung. Hoch über dem Zillertal thronen beispielsweise die Reichenspitze (3.303 Meter) und der Kuchlmooskopf (3.214 Meter). Die Welt in den Bergen Österreichs ist wieder in Ordnung. Das sah vor acht Wochen noch ganz anders aus. Die Plauener Hütte öffnete aufgrund der Schneemassen mit zweiwöchiger Verspätung. Der extrem schneereiche und stürmische Winter hatte für enorme Schäden gesorgt. Die Hüttenwirte Michael Puntigam und Edith Haberl mussten zunächst mehrfach umkehren, weil es selbst Anfang Juni noch zu gefährlich war, zur Hütte in 2.364 Metern aufzusteigen. Zunächst befürchtete man über 50.000 Euro Schaden. Ganz so schlimm kam es dann doch nicht.

Es war ziemlich viel kaputt

Doch der Schaden an der Talstation der Materialseilbahn, den ein Lawineneinschlag anrichtete, und vor allem die Reparaturen an und um die Hütte, sie dauerten bis jetzt an. Die Mitglieder von der Plauener Sektion im Deutschen Alpenverein (DAV) hatten bis 31. Juli einen weiteren Arbeitseinsatz organisiert. "Hauptaufgabe war die Sanierung der Außenwände der Bergstation an der Materialseilbahn inklusive defektem Tür und Tor." Bemerkenswert ist, was diese Abteilung für die Plauener Hütte und damit für das Ansehen der Spitzenstadt leistet. Das gilt im Übrigen auch für die Hüttenwirte Michael Puntigam und Edith Haberl. Aus Kostengründen hatte der DAV viele Reparaturarbeiten in Eigenleistung durchgeführt. So war es möglich, dass die Schadenssumme erheblich reduziert wurde.

Befürchtet wurden 50.000 Euro...

"Wir waren fünf Hobbyhandwerker. Aber alles erstklassige Leute. Zu fünft haben wir hantiert", berichtet Hüttenwart Jens Winkelmann. Der hatte zuvor noch einen Zimmermann oder Tischler gesucht, jedoch nicht finden können. Trotzdem konnte alles repariert werden. Kosten verursachten jedoch die neue Seilbahntechnik mit Antrieb, Bremsen, Seilen sowie das Material für die Fassade und den Eingang. Außerdem musste alles amtlich geprüft werden, weil in den Bergen die Sicherheit ausgesprochen wichtig ist. Jetzt durfte Jens Winkelmann das Fazit ziehen: "Der Schaden beläuft sich in etwa auf 20.000 Euro." Damit hat die Plauener Sektion im Deutschen Alpenverein einmal mehr den Fortbestand der Plauener Hütte gesichert. "Wir haben vor grandioser Kulisse ehrenamtliche und handwerkliche Tätigkeiten verrichtet. Wir fühlen uns gut", lassen die Helfer wissen.

Ein Dankeschön an alle Helfer

Die Plauener Hütte wurde am 19. Juli 1899 im Zillertal eingeweiht. Sie ist seither immer in Plauener Hand gewesen. Sogar während der Zeit der DDR hatten Asylplauener, die in den Westen gegangenen waren, die Plauener Hütte weiter betrieben. Was selbst durch die lange Zeit der DDR-Diktatur nicht verloren gegangen war, lebt jetzt wieder auf. Der höchste Punkt von Plauen ist die Plauener Hütte. Sie war mitten im herrlichen Zillertal zuerst eine Notunterkunft. Heute sprechen die Berggeher vom "Juwel der Zillertaler Alpen".

Die Sektion Plauen-Vogtland des Deutschen Alpenvereins ist froh, dass Edith Haberl und Michael Puntigam die Bergwanderer-Herberge vor sechs Jahren als Hüttenbetreiber übernommen haben. Die Besucherzahl ist seither von 900 Übernachtungen auf 1.900 gestiegen. Für Edith und Michael läuft gerade der siebente Sommer. BLICK meint: Euch allen, liebe Helfer und Freunde der Plauener Hütte, euch allen möchten die Vogtländer herzlich Dankeschön sagen. Was ihr in den letzten Jahren dort oben geleistet habt, nötigt großen Respekt ab. Ihr seid klasse!

Weitere Fotos vom Einsatz gibt es hier in unserer Bildergalerie.