"Das achte Weltwunder": Heimat auf DVD

Göltzschtalbrücke Enthusiasten realisieren neues Souvenir

Netzschkau. 

Netzschkau. Das sogenannte achte Weltwunder gibt es jetzt auf DVD. Im Mittelpunkt steht die Göltzschtalbrücke, die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Falk Naumann aus Netzschkau hatte die Idee, aus seinem Lichtbildervortrag über das berühmte Viadukt eine DVD erstellen zu lassen. Er fand Mitstreiter, die das Ansinnen zur Würdigung des berühmten Bauwerkes unterstützen wollten, holte sich Manfred und Helga Blei, die beiden Reichenbacher sind Filmemacher, ins Boot sowie Norbert Bielig von der Nema-Interessengemeinschaft und Ortschronist Uwe Schaller ins Boot.

51 Minuten in bewegten Bildern

So realisierten die fünf Enthusiasten das Gemeinschaftswerk, welches ein schönes Souvenir für Touristen ist, die man vermehrt nach Netzschkau und ins Vogtland locken will. "Es sind 51 Minuten in bewegten Bildern", beschreibt Naumann das Ergebnis. In Wort und Bild erfährt man alles Wissenswerte zur Entstehung, zum Bau und zur Bedeutung der Göltzschtalbrücke. "Wegen ihres Baues wurde damals extra das Flussbett der Göltzsch verlegt", so Falk Naumann. Der Grund, warum das Viadukt errichtet werden sollte, war die Erschließung der sächsische-bayerischen Eisenbahnstrecke in den 40-er und 50-er Jahren des 19. Jahrhunderts. Das Tal der Göltzsch musste dabei überwunden werden. Von 1846, als die Grundsteinlegung war, bis 1851 baute man an der Brücke, welche bis heute zu den herausragenden Leistungen der Ingenieurkunst zählt. Damals hatte es noch andere Vorschläge für den Brückenbau gegeben, auch ein Damm oder ein Gefängnis hatte man erwogen. Unter der Leitung der Ingenieure Andreas Schubert, dessen 150. Todestag jetzt begangen wurde, Robert Wilke und Ferdinand Dost wurde die Brücke errichtet. Über 26 Millionen Ziegel wurden verbaut, 574 Meter lang ist sie, stolze 78 Meter ragt sie hoch, 98 Bögen umfasst sie. 1736 Arbeiter waren beim Bau tätig, dabei starben bei Unfällen 31 Arbeiter.