Das Derby war eine klare Sache

Handball Der SV 04 Oberlosa hat den HC Einheit Plauen mit 31:22 bezwungen

Sechster Derbysieg in Folge für Schwarz-Gelb. Der SV 04 Oberlosa bezwang Einheit im Plauener Duell mit 31:22. Foto: Pressebüro Repert / Oliver Orgs

Plauen. Das Handball-Derby zwischen dem SV 04 Oberlosa und dem HC Einheit Plauen endete 31:22 (16:8). Und es war ruckzuck entschieden, wie auch das heutige BLICK-Video belegt. HCE-Rückraumschütze Pascal Wolf war enttäuscht: "Wenn ich in so einem Spiel die ganze Anfangsphase verschlafe, bin ich chancenlos."

 

Erst, als Maximilian Krüger, Moritz Rahn und der eingewechselte Pascal Wolf an den Ketten zerrten, wurde der Tabellenletzte etwas präsenter. "Wir haben im Hinspiel zur Pause hinten gelegen. Das darf euch nicht noch einmal passieren", stellte SV-Trainer Petr Hazl in der Kabinenansprache klar. Sein Team hatte er akribisch auf das vermutlich vorerst letzte Stadtderby vorbereitet. Nach sechs Minuten stand es 4:0 und nach einer Viertelstunde versenkte Philip Trommer-Ernst einen Tempogegenstoß zum 9:3-Zwischenstand.

 

Einheit scheiterte immer wieder an Max Flämig

 

Mit der besten Abwehr der Liga empfing Oberlosa den Einheit-Sturm. Doch nur an der guten Defensivarbeit der Gastgeber und Max Flämig im Oberlosaer Tor alleine lag es nicht, dass der SV 04 zur Pause bereits mit 16:8 führte und nach 44 Minuten das Zwischenresultat auf 23:11 nach oben schraubte. HCE-Kapitän Maximilian Krüger monierte: "Wir vergaben drei Siebenmeter und mindestens vier Alleingänge. So kann man bei einer Spitzenmannschaft nicht auf Augenhöhe kommen."

 

Einheit-Trainer Jan Richter entschuldigte sich dann auch in der Pressekonferenz bei den 907 Zuschauern: "Wir hätten gerne mehr Spektakel geboten. Dieser Gegner aber war für uns eine Nummer zu groß." Es war letztlich eine Machtdemonstration der Schwarz-Gelben, die sich sogar den Luxus erlauben konnten, ihren Torschützenkönig komplett auf die Bank zu setzen. Marc Multhauf, der letztes Jahr vom HC Einheit zum SV 04 Oberlosa wechselte, ließ wissen: "Ich war die ganze Woche krank. Und bin froh, dass ich nicht spielen musste."

 

 

Der Tabellenletzte hat sich nicht aufgegeben

 

Zwei Sonnenstrahlen sind aus Gäste-Sicht noch erwähnenswert: Zum einen feierte mit Gian-Luca Corda ein Plauener Eigengewächs sein Debüt in der Mitteldeutschen Oberliga. Und Einheit-Trainer Jan Richter versprach, "dass wir uns nicht aufgegeben haben. Selbst nicht, wenn wir absteigen. Dann greifen wir sofort wieder an in der Sachsenliga." In die andere Richtung schaut unterdessen der SV 04 Oberlosa: "Ich wünsche mir, dass es nicht das letzte Derby war", stellte der Oberlosaer Paul Richter klar.

 

Zugleich aber kämpfen die Spitzenstädter weiter um die Meisterschaft und den durchaus möglichen Aufstieg. SV-Trainer Petr Hazl weiß, weshalb "wir in dieser Saison so gut dastehen. Wir sind zu Hause eine Macht geworden. Nirgendwo gibt es in Liga 4 solch ein tolles Publikum", stellte der frühere Nationalspieler für sich fest. Die Aussage lässt sich auch mit Zahlen belegen: Die Heimspiele der Oberlosaer besuchten 6.212 Zuschauer, was einem Schnitt von 621 Fans pro Begegnung entspricht.

 

Statistik

Oberlosa: Klaus, Flämig; Kveton (2 Tore), Wetzel (3), Weikert (1), Roth (6), Englert (2), Märtner (1), Trommer-Ernst (5), Mertig, P. Richter (4), Hertel, Kolomaznik (7/ davon 3 Siebenmeter), Multhauf

 

HCE: Pour, Misar; Beketov, Corda, Krüger (5/1), Wolf (3), Höpner (2), Werning, Broz (2), Zbiral (4/2), Rahn (2), Danowski (4).