"Das Horn wird noch mal gefüllt"

Haushalt Pausas Rathauschef hofft auf warmen Geldregen vom Freistaat

Pausa. Trotz positiver Signale vor allem im gewerblichen Bereich, müssen sich die Pausaer weiter auf einen strikten Sparkurs einstellen. Die Mehreinnahmen durch die Gewerbesteuer sollten als Rücklage bleiben, empfahl Stadtkämmerin Andrea Just. "Um erneute Einbrüche abfangen zu können." Allerdings musste bei der Planung des Haushaltsjahres 2012 zum Ausgleich des Verwaltungshaushaltes schon wieder auf Rücklagen zurückgegriffen werden. Unabhängig von den notwendigen Investitionen, müsse der Schuldenabbau in den kommenden Jahren weiter im Vordergrund stehen. "Sobald freie Mittel im Haushalt zur Verfügung stehen." Die hohe Pro-Kopf-Verschuldung werde den Haushalt noch über Jahre belasten, gab die Kämmerin zu bedenken. Aktuell liegt die Zahl bei rund 1.200 Euro pro Einwohner. Damit ist die von Sachverständigen festgelegte kritische Grenze - sie wird mit 850 Euro beziffert - überschritten.

Obwohl die Haushaltslage weiterhin angespannt ist, sprach Bürgermeister Jonny Ansorge von einer "bemerkenswerten Jahresrechnung". Insgesamt habe sich der Haushalt stabilisiert. Indessen hat das Stadtoberhaupt in Sachen Landes-Fördermittel etwas läuten hören. Von wem er die Information gesteckt bekam, wollte er nicht preisgeben. Nur so viel: "Das Horn wird noch mal gefüllt." Bis 2015 werde der Freistaat Mittel locker machen. Demnach stehen Fördersätze bis 75 Prozent in Aussicht. "Danach sieht es mager aus." Auf jeden Fall will der Rathauschef vorbereitet sein. Ansorge liebäugelt mit der dringend sanierungsbedürftigen Schulturnhalle. Dort ist großer Handlungsbedarf. Sobald es grünes Licht gibt, wollen die Pausaer ganz weit vorn in der Fördermittel-Warteschlange stehen.