Das sprechende Buch von 1889

Ausstellung Neuberin-Museum präsentiert seltenes Exponat

Reichenbach. 

Reichenbach. Das sprechende Buch ist eines der außergewöhnlichsten Exponate der Ausstellung "Konsum und Kindermedien" im Neuberin-Museum Reichenbach. Das Buch aus dem Jahr 1889 von Theodor Brand hat acht Doppelseiten, die Stimmen imitieren Vogel, Katze, Kuckuck und andere Tiere, auch "Mama" erklingt es. "Das Buch, welches wir nur hinter Glas zeigen können, kann man als den Vorläufer vom Grammophon bezeichnen", sagt Jacqueline Heidel vom Neuberin-Museum.

Ebenso als eine Sensation anno dazumal bezeichnet sie die "sprechende Schokolade". Damit ist ein Phonograph mit Schallplatten aus Schokolade aus dem Jahr 1903 gemeint. Die Platten konnte man abspielen und essen. Dann war Nachschub gefragt. Die Museums-Mitarbeiterin: "Deutsche Kindergrammophone wurden weltweit geliefert." Das war in den 1920er-Jahren.

Nach dem Grammophon kamen Plattenspieler und Kassettenrecorder. Die Kindermedien sollten vor allem, so erfährt man in der Schau, der Bildung der Kinder dienen. Auch waren sie beliebt als Geschenk. In der DDR-Ecke der Schau findet man Plattenspieler für Kinder aus den 50er- und 60er- Jahren. Damit war der DDR ein Coup gelungen, die Kinderplattenspieler waren ein Exportschlager. Geöffnet ist von Dienstag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr, Sonntag von 13 bis 16 Uhr. Eine Anmeldung (Tel. 03765/21131) für Gruppen wird erbeten. Die Schau ist bis zum 3. Februar geöffnet.