Das Vogtland in Sorge: Die Wirtschaft braucht schnelle Entscheidungen und mehr Beinfreiheit

Entscheidungsträger im „Dialog für regionale Arbeitsmarktimpulse“

Plauen

Die Wirtschaft braucht mehr Beinfreiheit. Im Dialog für regionale Arbeitsmarktimpulse werden Lösungen gesucht. In der Agentur für Arbeit Plauen trafen sich jetzt wichtige Entscheidungsträger zu einem Erfahrungsworkshop.

Im Ergebnis dieser gemeinsamen Informationsveranstaltung von Arbeitsagentur und Jobcenter Vogtland nahmen die politischen Mandatsträger einige Erkenntnisse mit nach Dresden. Agenturchef Andreas Fleischer begrüßte die sächsischen Landtagsabgeordneten Sören Voigt, Andreas Heinz und Jörg Schmidt sowie Büroleiter Hegel in Vertretung von Janina Pfau.

Deutlicher Beschäftigungsrückgang im verarbeitenden Gewerbe

Schwerpunkt des Arbeitsmarktgespräches waren unter anderem die Beschäftigungsdaten im Vogtland. "Der deutliche Beschäftigungsrückgang im verarbeitenden Gewerbe bereitet uns natürlich seit geraumer Zeit Sorge. Es wurde bereits einiges auf den Weg gebracht. Dabei ist der ständige Austausch mit der Basis ganz wichtig", stellt Andreas Heinz voran.

Die genaue Analyse umfasst auch den Blick auf den Ausbildungsmarkt mit der Jahresbilanz 2024/2025. Die aktuellen Entwicklungen auf dem vogtländischen Arbeitsmarkt sind selbstredend verflochten in den bundesweiten und internationalen Märkten. Im Rahmen der "Anpack-Tour" der CDU Sachsen gastierten kürzlich Ministerpräsident Michael Kretschmer und Sören Voigt in Treuen. Bei der Goldbeck GmbH kamen rund 150 Teilnehmer zusammen.

Masterplan Südwestsachsen fürs Vogtland von zentraler Bedeutung

Der Landtagsabgeordnete Sören Voigt teilt dazu mit: "Unternehmer, Beschäftigte sowie Vertreter aus Politik und Verbänden haben beraten, um gemeinsam über die Zukunft unserer heimischen Wirtschaft zu sprechen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen Themen, die für das Vogtland und Sachsen von zentraler Bedeutung sind: Der Masterplan Südwestsachsen, die Stärkung des Handwerks sowie das enge Zusammenspiel von Bildung, Ausbildung und Wirtschaft."

Der direkte Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist nach seinen Worten entscheidend, um die richtigen Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. "Mit Augenmaß, Verlässlichkeit und einem klaren Bekenntnis zu Sachsen und unserem Vogtland", ergänzt Sören Voigt.

Erste positive Tendenzen: Mehr Werbung machen für das Handwerk

Der Landtagsabgeordnete Jörg Schmidt stellt dazu fest: "Die Wirtschaftskrise geht am Vogtland nicht vorbei. Für mich ist es alarmierend, wenn Firmen so unter Druck geraten, dass sie ihre Standorte in andere Länder verlagern oder gar aufgeben müssen." Die Abgeordneten sind sich einig, dass man Druck machen muss. Vor allem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssen von Berlin aus reguliert werden. Die Energiepolitik weniger Regeln aufstellen, schneller werden in den Entscheidungen. Eintreten für das Handwerk und dessen Image, das wollen der Fleischermeister Jörg Schmidt und seine Parteifreunde.

"Das Handwerk bietet gute Verdienstmöglichkeiten. Es ermöglicht Berufskarrieren. Junge Leute haben gute Aufstiegsmöglichkeiten. Gerade im Nahrungsmittelhandwerk gibt es trotz erster, positiver Tendenzen noch viel Potenzial in Sachen Nachwuchsförderung", berichtet Jörg Schmidt.

Intensiver Austausch

Michael Hendel von der Arbeitsagentur und Michael Neudel vom Jobcenter gingen speziell auf die Arbeitslosigkeit und die Integration von Ausländerinnen und Ausländern ein. "In Anbetracht der laufenden Transformationsprozesse und der besonderen regionalen Herausforderungen folgte ein intensiver Austausch", teilt Pressesprecherin der Agentur für Arbeit, Silke Steinkampf mit.

In diesem Zusammenhang wurden künftige Unterstützungsangebote erörtert und weitere Gespräche beziehungsweise auch ein fortwährender Informationsaustausch vereinbart. "Danke für den konstruktiven Dialog und das gemeinsame Engagement für unsere Region", verabschiedeten sich die politischen Mandatsträger.

 

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