Dem VFC fehlen jede Woche 10 Prozent!

Fußball Plauener verlieren bei Chemie Leipzig mit 1:2

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Schon im Hinspiel (Plauen gewann 2:1) flogen die Fetzen. In dieser Szene holte Chemie-Schlussmann Marcus Dölz den Plauener Jonas Mack von den Beinen. Foto: Oliver Orgs / Pressebüro Repert

Leipzig. Sie haben alles gegeben. Doch am Ende fehlten dem VFC Plauen heute wieder zehn Prozent zum großen Glück. Bei der BSG Chemie Leipzig unterlagen die Spitzenstädter knapp mit 1:2 (1:1). Während den Leutzschern damit nur noch ein Heimsieg gegen den SV Schott Jena (nächsten Samstag) zum Aufstieg in die Regionalliga fehlt, warten die Plauener Fußballer in der Oberliga nun schon seit fünf Spielen auf einen "Dreier".

Warum gewinnt der VFC nicht mehr?

Volker Herold stand am Samstagnachmittag mit 100 anderen Plauener Fans im Gäste-Block. "Auch wenn das keiner glauben mag: Wir haben wieder gut gespielt. Wieder haben wir es einem Spitzenteam schwer gemacht. Aber wir hatten eben auch wieder zu wenig Durchschlagskraft ganz vorn."

Weil die Chemiker in der zweiten Halbzeit ihre "fetten Dinger" nicht im Plauener Tor unterbrachten, schnupperte der VFC bis zum Schlusspfiff an der Überraschung. Spitzenreiter Leipzig musste unbedingt gewinnen. Denn Verfolger Halberstadt hätte bereits im Falle eines Unentschiedens die Tabellenführung übernommen.

Es sah gar nicht so schlecht aus...

Riesig war der Druck auf beiden Seiten. Beim VFC spielten die meisten Kicker erstmals vor solch einer großen Kulisse. Und Chemie hatte das Hinspiel in Plauen mit 1:2 verloren. Danach blieb die grün-weiße BSG aber 16 Spiele in Folge ungeschlagen. Jetzt winkt der Aufstieg in die Regionalliga, wo es zum großen Stadt-Derby mit dem 1. FC Lok Leipzig käme.

So entwickelte sich ein ziemlich aggressiv geführtes Match, in dem Chemie den bessern Start erwischte. Nach der Leipziger Führung durch Florian Schmidt, der nach einer Ecke traf, schlugen die Plauener jedoch zurück. Der 19-jährige Jonas Mack schockte mit einem sensationellen Lupfer die Leipziger Party-Meute.

Vorn sind die Plauener zu harmlos

Während sich die Plauener Anhänger noch freuten über das Halbzeit-Unentschieden, kam Chemie wutig aus der Kabine. Wieder traf Florian Schmidt (47.) für Leipzig. Wieder rannte der VFC einem Rückstand nach. Wieder drängten die Vogtländer auf den Ausgleich. Wieder war es vergeblich. Die Gastgeber verpassten es dabei, den Sack früher zuzubinden.

Der VFC rutscht nun in der Tabelle vorerst ab. Die Plauener sind jetzt Siebenter. Interessant ist der Blick auf die folgende Statistik. Denn das Team von Trainer Nico Quade war in allen Spielen gegen die Klubs, die in der Tabelle vor den Vogtländern stehen, mindestens in reichweite und sehr oft sogar besser.

Das waren die Ergebnisse gegen Halberstadt (0:0/1:2), Chemie Leipzig (2:1/1:2), Bischofswerda (1:1/1:3), Rudolstadt (1:1/0:1), Gera (3:0/1:0) und Inter Leipzig (1:1/2:1). Die Bilanz: 12 Spiele | 4 Siege | 4 Unentschieden | 4 Niederlagen | 14:13 Tore | 16 Punkte. Es fehlen scheinbar wirklich zehn Prozent, sprich ein richtiger Torjäger.

Statistik

Chemie Leipzig - VFC Plauen 2:1 (1:1)

VFC Plauen: Dersewski - Kameraj, Grossert, Schumann, Albustin - Keller, Röhr - Morosow, Franjic, Mack/V (74. Guzlajevs) - Grandner (68. Zimmermann)

Tor: 1:0 F. Schmidt (10.), 1:1 Mack (24.), 2:1 F. Schmidt (46.)

Schiedsrichter: Felix Burghardt (Premnitz)

Zuschauer: 2.800