Den "Alten" einfach ausgewechselt

Abschied Weihnachtsmann Gerd Köhler geht nach 18 Jahren - Mario Martin wird der Nachfolger

Nach 18 Jahren bekommt der Plauener Weihnachtsmarkt ein neues Gesicht. Was man durchaus auch hätte positiv verkaufen können, ging gründlich daneben. Gerd Köhler erfuhr im Mai von Bürgermeister Manfred Eberwein, dass man den Job neu vergeben möchte. Für den 66-Jährigen war das ein ziemlicher Schlag, wie er dem BLICK gesteht: "Ich habe bei Wind und Wetter dazugehört. Vier Minuten sind verdammt wenig Zeit für einen Weihnachtsmann." Obwohl der Mann mit dem echten, weißen Bart offenkundig auch heute noch stinksauer ist, hat er seinen Abgang wie ausgemacht für sich behalten. Als eines der letzten Originale der Stadt konnte Gerd Köhler ja nicht ahnen, dass diese Kurzinfo bereits seine Verabschiedung gewesen ist. Köhler stellt klar: "Natürlich bin ich mir der Geschäftsbeziehung bewusst. Ich habe für die täglichen Auftritte 650 Euro pro Saison bekommen." Weil Köhler jedoch wie kein anderer Weihnachtsmann dieses Amt als Berufung lebte und sogar zum Weihnachtsmann-Kongress nach Dänemark fuhr, "hätte es durchaus der große Zapfenstreich für ihn sein dürfen", schimpft Bürgerin Maritta Pestel, die ihren "Gerd vermissen wird." Als Nachfolger steht mit Mario Martin ein 41-jähriger Familienvati fest, der bereits seit 15 Jahren ins Kostüm des Rotkittels schlüpft: "Ich ziehe den Hut vor Gerd Köhler. Ihm gehört Respekt für das, was er für Plauen geleistet hat", weiß Mario Martin um die Verdienste seines Vorgängers.