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Chemnitz

Den Drachenbootclub gibt's seit 20 Jahren!

Jubiläum Der Verein hat für die kommende Saison noch Plätze frei im Boot

Pöhl. 

Pöhl. Wir schreiben das Jahr 2000. Es war ein ziemlich merkwürdiger Anruf! So richtig einordnen konnte der BLICK-Reporter das Ganze damals nicht. Denn ein gewisser Ralf Hähnel erzählte was von Drachenbooten auf der Talsperre Pöhl. Es ginge um Sport und Spaß. Das klang aber zunächst eher alles wie im Märchen. Was bitte soll denn ein Drachenboot sein? Kann das auch fliegen? Speit es sogar Feuer? Solche Fragen mussten Volker Stöckl, Matthias Oettel, Jürgen Fiß, Gerd Hoherz und Ralf Hähnel anfangs ständig beantworten. Denn mit dem gerade neu gegründeten 1. Vogtländischen Drachenbootclub Pöhl e.V. wussten die Menschen erstmal gar nichts anzufangen. Jetzt, 20 Jahre nach der Vereinsgründung, kann man die Drachenboot-Pioniere rückwirkend nur beglückwünschen für ihren Mut und ihren Weitblick. Denn die beiden Drachenboote gehören zu den Talsperren-Attraktionen! Und das kam so...

 

Gerd Hoherz erlebte ein Drachenbootfestival

 

Gerd Hoherz war seinerzeit im Großraum Hannover unterwegs. Dort gibt es heute noch auf dem Maschsee eines der größten Drachenbootfestivals. Gerd ließ sich von der coolen Werbung ködern, er sah die Boote und erlebte das Spektakel auf dem See. Und dann meinte Gerd: "Das brauchen wir im Vogtland auch!" Dass es sich beim Drachenbootrennen um knallharten Sport handelt, wird schnell deutlich, wenn man die Boote übers Wasser jagen sieht. Die Sportart ist in Asien sehr beliebt. In Thailand fand in diesem Jahr die WM statt. Linda Schwabe aus Altensalz wurde dort sogar Weltmeisterin im Drachenbootrennen! Vizepräsidentin Linda Schwabe bildet mit Carolin Hascher (Präsidentin) und Enrico Penzel (Schatzmeister) beim 1. Vogtländischen Drachenbootclub Pöhl derzeit den Vorstand. Sie erzählt über den Ursprung ihrer Sportart: "Im alten China wurde das Drachenboot zu religiösen Zwecken benutzt, um die Regengötter zu beschwichtigen. Der Drache hat eine sehr symbolische Bedeutung für die Chinesen." Mit seiner Stärke und Kraft reitet der Drache nach überliefertem Glauben nämlich die Wolken am Himmel und befiehlt Wind, Nebel und Regen, heißt es. 2.000 Jahre schon ist das so. Und irgendwann wurden die Boote immer schneller. Sie eroberten Europa, dann Deutschland und letztlich auch die Talsperre Pöhl. Also irgendwie passt das mit dem Märchen schon.

 

Vereinsgeschichte

Zur Historie: Im Herbst 1999 nahm alles seinen Lauf. Acht Enthusiasten beschlossen, den Drachenbootsport ins Vogtland zu holen. Als Mitglieder der ersten Stunde waren Volker Stöckl, Matthias Oettel, Jügen Fiß, Gerd Hoherz und Ralf Hähnel. Wenige Monate später - im April 2000 - wurden zwei Boote aus Rastow bei Schwerin zur Talsperre Pöhl überführt. "Kurz darauf tauften wir unsere Boote auf den Namen Talsperre Pöhl und Vogtländische Schweiz", berichten die Vereinsgründer. Im Laufe der Jahre veranstaltete man verschiedene Regatten. Darunter jeweils den Feuerwehrcup, den Kneipencup auf der Talsperre Pöhl oder den Elstercup auf der Weißen Elster in Plauen. Im Mai 2006 wurde der Vereinssitz von Gansgrün nach Voigtsgrün verlegt. "Seither sind wir an der Mehrzweckhalle in der Bungalowsiedlung Voigtsgrün am Dorfring zu finden", teilt der Verein mit. Weil der Verein für die kommende Saison noch ein paar Plätze frei hat in seinen Booten, dürfen sich Interessierte gerne melden. Schnupperfahrten kann man vereinbaren am Telefon: 03741-2894809 (Privatanschluss mit Anrufbeantworter). Firmen oder Freundeskreise können die Drachenboote natürlich auch für Gästefahrten buchen. Weitere Infos im Internet: www.drachenbootclub-poehl.de



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