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Mittelsachsen

Den Vögeln auf der Spur

Tipp Spektakel am Futterhäuschen im Schloss Leubnitz

Leise schleichen sich die Kinder vom Leubnitzer Kindergarten "Zwergenschloss" in Richtung des Futterhäuschens, welches sich an der Fluchttreppe in Höhe der ersten Etage des Schlosses Leubnitz befindet. Still sein und warten ist angesagt, bis sich etwas tut. Da, eine Kohlmeise. Dann kommt eine Blaumeise, schnappt sich einen Kern und fliegt davon. "Wir wollen den Kindern nicht nur ausgestopfte, sondern auch lebendige Tiere zeigen", erklärt Wolfgang Pätz. Der Grobauer gehört zum Team im Förderverein "Freunde des Leubnitzer Schlosses", welches sich um die Natur- und Jagdausstellung im Schloss kümmert. Der 83-jährige, der früher Biologie an der Schule unterrichtete, sagt: "Ich fühle mich verpflichtet, mein Wissen weiterzugeben. Eine Spur zu legen, das ist mir wichtig." Um die Vögel besser beobachten zu können, ohne dass sie gestört werden, hat der Förderverein überlegt, eine Kamera am Futterhäuschen zu installieren. Via Funk überträgt diese das tierische Geschehen auf den Monitor, der an der Wand in der Natur- und Jagdausstellung hängt. "Das war mit Sponsorengeld möglich." Per Fahrstuhl hat Wolfgang Pätz nun die Kindergruppe mit ins Obergeschoss genommen. Auf den Bänken vor dem Bildschirm sitzend, sind sie gespannt aufs Vogel-Kino. Nach und nach kommen sie angeflogen: Blaumeise, Feldsperling, Kohlmeise, Kleiber. Auf dem Bildschirm sind sie vergrößert zu sehen. Wolfgang Pätz kennt sie alle. "Unser großes Ziel ist", umreißt Wolfgang Pätz das Anliegen, "dass die Kinder lernen, stolz zu sein auf die Natur und sie bewahren." Als nächstes will man eine zweite Kamera kaufen, um Signale vom Kirchturm aus ins Schloss zu übertragen. "Voriges Jahr waren vier bis fünf Dohlenpaare da und ein Turmfalkenpaar", weiß Pätz. So könnte man den Dohlennachwuchs und auch die kleinen Turmfalken beobachten. Der große Monitor im Schloss soll dann zweimal gleichzeitig das Vogel-Kino zeigen.