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Der Busbau-Traditionsstandort Plauen ist gerettet

Paukenschlag Mit der Firma Binz aus Ilmenau hat sich ein Investor gefunden

Plauen. 

Plauen. Paukenschlag in Plauen! Aus MAN wird Binz. Der Busbau-Traditionsstandort Plauen ist damit gerettet! Die 150 Beschäftigten müssen nicht um ihre Arbeitsplätze fürchten! Darüber informierte die IG Metall Zwickau am Vormittag die Medien. Zuvor hatte offenbar der Betriebsrat die Beschäftigten des MAN Bus Modification Centers (BMC) in Plauen informiert. Die Freude bei den Mitarbeitern war riesig. Pierre Scholler arbeitet seit 14 Jahren bei Neoplan im Lager. "Ich möchte dazu natürlich überhaupt nichts sagen. Das ist Sache der Verantwortlichen. Aber es toll zu wissen, dass es für uns eine Perspektive gibt!" Mit der Firma Binz aus Ilmenau hat sich demnach ein Investor gefunden, der die Kolleginnen und Kollegen übernehmen wird und den Abschluss eines Tarifvertrages mit der IG Metall zugesichert hat. "Die guten bestehenden Arbeitsbedingungen werden damit auch in Zukunft mit Betriebsrat und Tarifvertrag abgesichert", heißt es in einer Pressemitteilung der IG Metall. Die Gewerkschaft war in den Investorengesprächen konstruktiv beteiligt.

Keiner der 150 Beschäftigten verliert seine Arbeit

"Nach den vielen schlechten Nachrichten der letzten Wochen sind wir glücklich, dass es für die Kolleginnen und Kollegen nun endlich einen Lichtblick gibt", sagte Thomas Knabel, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau, in einer kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung am Montagmorgen. Demnach sollen alle Beschäftigten ein Angebot erhalten, keiner soll den Arbeitsplatz verlieren. In den bisherigen Verhandlungen mit dem Unternehmen habe man die Zukunft des

Standorts sichergestellt und sich bereits auf Eckpunkte geeinigt, die nun in den kommenden Wochen in einen Tarifvertrag münden werden. "Neben der grundsätzlichen Frage des Entgelts geht es dabei vor allem um die Frage einer langfristigen Beschäftigungs- und Standortsicherung", so Thomas Knabel. Der Lkw- und Bushersteller MAN hatte im Herbst 2020 angekündigt, deutschlandweit tausende Stellen zu streichen und unter anderem den Standort Plauen zu schließen. Gegen das Aus hatte sich in der Region heftiger Widerstand formiert.



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