Der HC Einheit feiert tolles Comeback

Handball Plauener dürfen nach Sieg in Dresden wieder vom Nichtabstieg träumen

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Trainer Rüdiger Bones (Mitte, schwarzes Shirt) bereitet sein Team auf das das große Rechenschieber-Finale vor. Foto: Karsten Repert

Dresden. Viele hatten den HC Einheit nach der 21:22-Tragödie gegen Glauchau abgeschrieben. Gestern Abend feierten die Plauener Handballer ein großes Comeback. Nach dem 27:24-Auswärtssieg (14:12) beim HC Elbflorenz II, sind die Rot-Weißen wieder zurück im Kampf um den Klassenerhalt. Das Team von Trainer Rüdiger Bones hat den Verbleib in der Mitteldeutschen Oberliga damit wieder in den eigenen Händen.

Einheit präsentierte sich ganz stark

Dass sich Einheit für diesen Sonntagabend etwas vorgenommen hatte, bekamen die Elbflorenzer von Anfang an zu spüren. Nach sechs Minuten führten die Plauener in der Dresdner Ballsportarena mit 4:0. Einheit-Coach Rüdiger Bones hatte seine Spieler in der Abwehr aggressiv aufgestellt und Elbflorenz fand so nur schwer ins Spiel.

Doch bei Einheit lief nicht alles glatt. Eine mangelnde Chancenverwertung ließ die Gastgeber zum 5:4 aufschließen. Anders als so oft in dieser Saison ließ sich die Mannschaft um HCE-Kapitän Marc Multhauf davon aber nicht beeindrucken. Viktor Beketov, Marc Multhauf und Maximilian Krüger brachten Einheit wieder mit 9:4 in Front. Die Spitzenstädter kämpften und überstanden sogar mehrfach Unterzahlsituationen ohne Gegentor.

Dann ging Dresden in Führung

Die Gastgeber verkürzten den Rückstand bis zur Halbzeitpause (14:12). Dann schien die Partie zu kippen. Die Plauener gerieten in Rückstand (14:15). Eine schwierige Situation für Einheit. Doch Trainer Rüdiger Bones bewies mit seinen personellen Wechseln ein gutes Händchen.

Sechs Tore in Folge von Matyas Mandaus, Dominik Pecek, Moritz Rahn, Lukas Zverina und David Zbiral zum 21:15 wendeten das Blatt und brachten Einheit zurück auf die Siegerstraße. Dank einer stabilen und konsequenten Abwehrarbeit mit einem starken Plauener Torhüter Jan Misar, erzielte Elbflorenz II achteinhalb Minuten kein Tor. Doch die Partie war noch nicht beendet. "Wir haben uns nach dieser deutlichen Führung wieder selbst in Bedrängnis gebracht.

Uns sind gegen die offensive Abwehr von Elbflorenz zu viele technische Fehler unterlaufen", ärgerte sich Einheit-Trainer Rüdiger Bones. Bis auf 23:21 schrumpfte der Plauener Vorsprung. Einheit wackelte, fiel diesmal aber nicht. Verantwortlich dafür war jeweils ein Doppelpack von Maximilian Krüger und Jan Richter. So jubelten die Spitzenstädter nach dem Schlusspfiff über den 27:24-Sieg.

Rechenschieber-Finale ist sehr wahrscheinlich

In der Tabelle ist Einheit (12. Platz | 17:31 Punkte) jetzt wieder punktgleich mit dem USV Halle (11. Platz | 17:31 Punkte). Hinter den Plauenern lauert der HC Glauchau/Meerane (13. Platz | 15:31 Punkte), der im Nachholespiel kommenden Samstag beim HC Elbflorenz II durch einen Sieg ebenso auf 17:31 Punkte käme.

Das ist den Glauchauern nach drei Siegen in Folge zuzutrauen. Die noch etwas wackelige Abstiegsfrage, beantworten die Experten derzeit so: Platz elf bleibt in der Oberliga. Platz zwölf muss hoffen, das Bad Blankenburg (eventuell Absteiger aus der 3. Liga) wegen wirtschaftlicher Probleme gleich in die Thüringenliga durchmarschiert. Aktuell sind die Plätze 12, 13 und 14 Abstiegsplätze.

Jetzt wird es extrem spannend

Egal wie: Die letzten beiden Spieltage werden dann extrem spannend. Nächstes Wochenende haben die Spitzenstädter spielfrei. Am 28. April, 19.30 Uhr, empfangen die Plauener in der Einheit-Arena den HC Aschersleben (6. Platz | 27:21 Punkte). Im letzten Spiel kommt es dann am 5. Mai zum "Abstiegsgipfel" zwischen dem USV Halle und dem HC Einheit. Auch dieses Spiel beginnt 19.30 Uhr.

Statistik

HCE Plauen: Misar, Pour, Beketov (4 Tore), Dobritz, Richter (4), Krüger (4), Mehler, Zverina (4), Mandaus (2), Multhauf (3/1), Zbiral (1), Rahn (3), Pecek (2), Trainer Rüdiger Bones, Mannschaftsbetreuer Bernd Grimm, Physio Christian Ulbricht.