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Der Kampf für die Frauen geht weiter

Fachtag Dem Verein KARO genügt das neue Prostituierten-Schutzgesetz nicht

Plauen. 

Plauen. KARO ist anderer Meinung: Der Verein kämpft seit Jahren im Rotlicht-Milieu für die Rechte der Frauen. Ganz lange hat die Gesellschaft sich weggedreht. Sogar Politiker sahen tatenlos zu. Zumindest das darf man inzwischen ungestraft sagen. Trotzdem sind Cathrin Schauer-Kelpin und ihre Mitstreiter noch lange nicht fertig. Das wurde während des "Interdisziplinären Fachtages zum Prostituierten-Schutzgesetz" in Plauen deutlich. "Es wird einfach viel zu viel als normal angesehen. Die Sexdienstleistung ist legal. Und jeder weiß, dass sich dahinter kriminelle Strukturen verstecken", stellten die Veranstaltungs-Organisatoren im Dormero-Hotel fest.

Verein engagiert sich für bessere Bedingungen

Der Verein KARO e.V. richtet deutliche Worte an die Politik: "Deutschland wird als das größte Bordell Europas bezeichnet. In diesem 'Paradies' für Sextouristen werden jährlich Umsätze in Milliardenhöhe gemacht. Ein Großteil der Prostituierten in Deutschland sind Migrantinnen, welche oft weder integriert noch inkludiert in unserer Gesellschaft sind." Mit dem 2017 in Kraft getretenen Gesetz soll der Ausbeutung von Prostituierten entgegengewirkt werden. Es sollen Wege aufgezeigt werden, wie sich Prostituierte schützen können und woher sie Hilfe bekommen.

Im Rahmen des Fachtages hatte KARO e.V. sachsenweit Fachkräfte aus unterschiedlichen Disziplinen wie Medizin, Soziale Arbeit, Psychotherapie, Polizei, Verwaltung und Politik zu auftretenden Problematiken eingeladen, um diese zu sensibilisieren, fortzubilden und Antworten zu finden. "Wir müssen viel mehr tun", fordert die mehrfach ausgezeichnete Frauenrechtlerin Cathrin Schauer-Kelpin. Nach Angaben der Experten gehen in Deutschland jährlich zwölf Millionen Freier ins Bordell.



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