Der Katastrophenschutz bekommt Verstärkung: 7,7 Millionen Euro für Kommandobrücke

Freistaat Sachsen kauft in Plauen elf Einsatzleitwagen für Großschadenslagen

Plauen

Im Katastrophenfall ist das richtige Equipment von essenzieller Bedeutung. „Und es werden statistisch gesehen immer mehr Einsätze pro Jahr für unsere Retter“, berichtet Armin Schuster.

Der Innenminister kämpft im Freistaat Sachsen für sein Ressort und neue Ausrüstung. „Wir haben unseren sächsischen Einsatzkräften versprochen, dass wir auch technisch aufrüsten werden“, betont der Politiker im Gespräch. Der Landtagsabgeordnete Andreas Heinz ergänzt: „Wir als Freistaat Sachsen wollen den Katastrophenschutz in den Landkreisen weiter stärken.“

Elf dieser Spezialfahrzeuge hat der Freistaat Sachsen gekauft

In dieser Woche übergab der Innenminister Armin Schuster am Standort des Sonderfahrzeugherstellers BINZ Automotive Sachsen GmbH in Plauen sechs neue Einsatzleitwagen des Typs ELW 2 an Katastrophenschutzeinheiten in Sachsen.

„Insgesamt sind es sogar elf Fahrzeuge, die wir hier eingekauft haben“, fügte der Minister hinzu. Die hochmodernen Führungsfahrzeuge kommen künftig in den Landkreisen Leipzig, Zwickau, Mittelsachsen, Bautzen, Görlitz und im Erzgebirgskreis zum Einsatz.

Einsatzleitwagen für Großschadenslagen konzipiert

Das Unternehmen BINZ scheint für Plauen ein Glücksfall. Denn dieses Unternehmen produziert Sonderfahrzeuge, die exakt auf die jeweiligen Anforderungen des Auftraggebers abgestimmt sind. So sind die Einsatzleitwagen für Großschadenslagen konzipiert.

Natürlich können diese Fahrzeuge von der Einsatzleitstelle auch bei kleineren Katastrophen genutzt werden. „Die Fahrzeuge haben speziell für die Leitung komplexer Einsatzlagen die Ausstattung und auch die Räume sind so konzipiert, dass man von diesem Fahrzeug aus ein Katastrophenschutztag dirigieren kann“, verrät Andreas Heinz.

Optimale Arbeitsbedingung im Ernstfall

Auch die Plauener Bürgermeisterin Kerstin Wolf und Patrick Heinritz von der Berufsfeuerwehr Plauen bestaunten zur Übergabe den Einsatzleitwagen ELW2. Die ELW‘s sind mit der neuesten Kommunikationstechnik ausgerüstet und kommen als Kommandozentrale der Einsatzleitung zur Steuerung taktischer Einheiten zum Einsatz. Gestützt auf die Erfahrungen vieler Kunden, wurden vorangegangene Modelle immer weiter verbessert und die BINZ-Autobauer garantieren nun eine optimale Arbeitsbedingung in unterschiedlichen Einsatzszenarien.

Prunkstück ist der Hightech-Besprechungsraum

Was man dazu wissen muss: Zur Koordinierung von Einsatzkräften bei der Absicherung von großen Events genauso wie im absoluten Katastrophenfall bilden diese Fahrzeuge für die Leitstelle eine optimierte Synthese aus Hardware und Software.

„Wenn es um Leben und Tod geht, darf nicht gespart werden. Da sind wir uns alle einig“, betonte Innenminister Armin Schuster. Vor allem der Hightech-Besprechungsraum, der Funkraum und das Cockpit sorgten für funkelnde Augen bei allen Rettern, die wissen, wie wichtig das Knowhow ist.

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