Der Ostbeauftragte kennt das Vogtland gut

Sommertour Marco Wanderwitz und Yvonne Magwas bilden im Bundestag das Sachsenduo

Plauen. 

Plauen. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung hat am Samstag Plauen besucht. Marco Wanderwitz (CDU) kennt das Vogtland als Region schon ganz gut. Denn der 45-Jährige wurde in Chemnitz (damals noch Karl-Marx-Stadt) geboren, er lebte in Hohenstein-Ernstthal und Lichtenstein, absolvierte seinen Grundwehrdienst in Frankenberg und der vierfache Papa hat sich in eine Vogtländerin verliebt. Yvonne Magwas sitzt ebenso im Deutschen Bundestag und so bildet die Auerbacherin mit ihrem Marco in Berlin quasi ein Sachsenduo. Mit Verspätung hatte man sich vom Brückenbaugiganten Plauen Stahl Technologie auf den Weg zur M&S Umweltprojekt GmbH gemacht. "Wir folgen gerne der Einladung der CDU-Stadtratsfraktion und gehen mit auf Sommertour", ließen Marco Wanderwitz und Yvonne Magwas wissen. "Wir haben viele Probleme vor Ort aufgesammelt und nehmen sie mit nach Berlin", ließ das Paar den BLICK-Reporter wissen. Anschließend ging es zum gemeinsamen Kind, das während der Stippvisite wohlbehütet von der Familie "bespaßt" wurde.

Damit muss sich die Politik beschäftigen

 

Prof. Dr. Bernd Märtner hatte einige Sorgen angesprochen. Der M&S-Geschäftsführer überraschte zum Beispiel mit folgendem Sachverhalt: "In Deutschland sprechen wir jährlich über 240 Millionen Tonnen mineralische Abfälle, mit deren Verwertung jedes Bundesland anders umgeht. Es handelt sich aber von Hamburg bis München und von Köln bis Dresden um den gleichen Bodenaushub oder Abbruchschutt. Müsste jetzt nicht endlich einmal in die gleiche Richtung gehen?" Auch die Frage der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung beschäftigt die Unternehmen in Deutschland. Die dreiprozentige Differenz sorgt an vielen Stellen für Kopfzerbrechen, weil zum Beispiel im Baubereich Leistungen über mehr als nur ein halbes Jahr erbracht werden, wodurch es bei einem Projekt zwei Steuersätze gibt. Die große Sorge in Industrie und Handel: Nehmen die Steuerprüfer in drei Jahren noch Rücksicht auf die Coronawirren? Auch über ein in Plauen laufendes Forschungsprojekt zum Hochwasserschutz wurde gesprochen. Dazu demnächst mehr im BLICK.

 

Was wird aus der Übungsleiterpauschale?

 

Es war eigentlich beschlossene Sache: "Wir sind alle davon ausgegangen, dass der Freibetrag der Übungsleiterpauschale deutlich erhöht wird. Er sollte von aktuell 2.400 Euro pro Jahr fast auf das Doppelte erhöht werden. Jetzt folgte die Rolle rückwärts. Das ist für den SV 04 Oberlosa ganz schlecht, weil wir damit geplant haben", beschwert sich Prof. Dr. Bernd Märtner, der beim Dreispartenverein (Handball, Volleyball, Tanz- und Aerobic) seit 24 Jahren als Vereinsvorsitzender amtiert. Die beiden Bundestagsabgeordneten nahmen auch diese Problematik mit nach Berlin.