Der VfB Auerbach steht unter Strom

Sport Am heutigen Mittwochabend kommt Tabellenführer Carl Zeiss Jena

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VfB-Torwart Stefan Schmidt wurde einst in Jena ausgemustert und freut sich auf Mittwochabend. Foto: Marcus Schädlich / Pressebüro Repert

Auerbach. Michael Hiemisch erinnert sich noch gut. Vor 30 Jahren war so ein Europapokal-Mittwoch der Höhepunkt der ganzen Woche. Die streng limitierten Live-Übertragungen aus dem Fußballstadion. Das Flutlicht-Flair. Und die internationalen Gegner. Gerade an die Spiele des FC Carl Zeiss Jena erinnert sich der Plauener.

Heute bereitet sich dieser Michael Hiemisch wieder auf so einen Flutlichtabend mit Carl Zeiss Jena vor. Es wird wieder spannend. Jena hat erneut etwas Großes vor. Einziger Unterschied zu damals: Sportfreund Hiemisch sitzt nicht im Fernsehsessel, sondern auf der Trainerbank des VfB Auerbach. Und seine Mannschaft hat nach dem sensationellen 3:1-Sieg beim FC Energie Cottbus jede Menge Strom getankt.

"Wir sind heiß. Uns kann nichts passieren. Der Gegner ist verwundbar, hat aber zugleich die beste Mannschaft der Regionalliga. Brisanter kann doch ein Fußballabend nicht sein", grinst der VfB-Coach. Natürlich weiß der 46-Jährige, dass die Jenenser zum Punkte einkassieren ins Göltzschtal kommen.

"Wir sind stolz, dass solche Vereine gegen uns antreten müssen. Über unseren 3:1-Sieg in Cottbus wird man noch viele Jahre sprechen", sagt Manager Volkhardt Kramer. Weil der VfB Auerbach in diesem Jahr noch ungeschlagen ist und aus vier Spielen acht Punkte holte, liegt die Überraschung in der Luft. VfB-Trainer Hiemisch: "Wir haben wahrscheinlich alles an Deck, was zuletzt am Freitag gegen Luckenwalde zur Verfügung stand. Dass wir dort kurz vor Schluss noch zum 1:1-Ausgleich gekommen sind, war zweifellos auch ein wenig Glück."

Genau das und viele Zuschauer im Rücken braucht der VfB Auerbach am Mittwoch ab 19 Uhr gegen Tabellenführer Carl Zeiss Jena.