• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen
Sachsen

Deutsche Raumfahrt nimmt Abschied vom ersten Deutschen im All

Weltraum Sigmund Jähn starb am 21. September mit 82 Jahren

Morgenröthe-Rautenkranz. 

Morgenröthe-Rautenkranz. In der Raumfahrtausstellung gedachten am Samstag Raumfahrer, Vertreter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie der Europäischen Welltraumorganisation (ESA), Familienangehörige und Freunde Sigmund Jähn. Der erste Deutsche im All ist am 21. September dieses Jahres im Alter von 82 Jahren in Straußberg bei Berlin gestorben. Ausstellungsleiterin Romy Mothes sprach von einem bewegenden Abschied. In den Ansprachen wurde der Vogtländer nicht nur wegen seiner Verdienste als Raumfahrer gewürdigt. Bis zum Schluss habe er die Bodenhaftung und den Kontakt zu den Menschen in seiner Heimat in Morgenröthe-Rautenkranz nie verloren.

Bis auf Alexander Gerst waren alle noch lebenden acht deutschen Raumfahrer zur Gedenkveranstaltung angereist. Gerst, der sich zu Trainingszwecken in Neuseeland aufhält, meldete sich per Videobotschaft. Er habe den Held seiner Kindheit als Fachmann, bescheidenen Zeitgenossen und Freund kennengelernt. Er wünschte seinen Vorbild eine gute Reise und eine weiche Landung. DLR-Vorstandsmitglied Hansjörg Dittus sprach von einem "tollen Typ", der sich nach dem Mauerfall im Herbst 1989 als Brückenbauer zwischen Ost und West hervortat. "Wir alle haben Sigmund Jähn sehr viel zu verdanken." Das Team der Raumfahrtausstellung widmet Sigmund Jähn nächstes Jahr eine Sonderausstellung.