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Vogtland

Deutscher Kinderschutzbund: Nachfrage für Telefonberatung steigt

Soziales Beratungszeiten auch am Elterntelefon und online erweitert

Plauen. 

Plauen. In den meisten Firmen atmet man langsam auf. Aber zu Hause ist immer noch dicke Luft! "Die sich langsam lockernden Einschränkungen und Veränderungen infolge der Corona-Pandemie stellten viele Familien zunehmend vor große Herausforderungen", berichtet Dietgard Nekwinda.

Heranwachsende können grundlegende soziale Bedürfnisse nur bedingt befriedigen

Die Koordinatorin vom Deutschen Kinderschutzbund in Plauen wird derzeit mit vielen Problemen konfrontiert. Sie ist verantwortlich für das Kinder- und Jugendtelefon. "Die geschlossenen Kitas, Schulen und öffentlichen Freizeitangebote bedeuteten auch den Verlust von strukturierten Tagesabläufen, Einschränkungen der Bewegungsmöglichkeiten und der sozialen Kontakte." Dabei haben gerade Heranwachsende entwicklungsbedingt ein großes Bedürfnis nach Orientierung, Struktur, Bewegung und persönlichem Austausch.

"Der Verlust beziehungsweise die Einschränkungen gepaart mit einem beengten Aktionsradius können leicht zu familiären Konflikten führen. Unserem leicht erreichbaren, anonymen und kostenlosen Beratungsangebot kommt in der aktuellen Situation eine sehr große Bedeutung zu", weiß die Expertin. Gerade jetzt kann die Hotline dazu beitragen, durch Zuhören und Verständnis Überlastungen abzubauen und Isolation aufzulösen.

Beratungsnummer ist die 116 111

183 Beratungsgespräche hat es im April am Plauener Sorgentelefon gegeben! "Die Corona-Krise beschäftigt Kinder und Jugendliche sehr", berichtet Dietgard Nekwinda und fügt hinzu: "Ein deutlicher Anstieg von Beratungen zur häuslichen Gewalt ist aber aktuell glücklicherweise nicht zu verzeichnen." Die Beratungszeiten unter der Nummer 116 111 sind montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr und aktuell zusätzlich montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 12 Uhr.