Deutschland-Studie: Vogtland auf Platz 97

Analyse ZDF hat 401 Kreise und Städte und deren Lebensverhältnisse untersucht

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IHK-Präsident Hagen Sczepanski. Archivfoto: Karsten Repert

Plauen. Viele Menschen haben das vermutet. Das Vogtland ist längst auf einem guten Mittelfeldplatz im Bundesmaßstab, wenn es um die Frage geht "Wo lebt es sich am besten?" Das sagt die große Deutschland-Studie des ZDF-Fernsehens. Dort landet das Vogtland auf Platz 97. Duisburg, Herne und Gelsenkirchen bilden die Schlusslichter der 401 Kreise und Städte, deren Lebensverhältnisse in 53 verschiedenen Kategorien untersucht wurden.

Geht es mit dem Vogtland wirklich abwärts?

Rückblick: Die bisherigen Deutschland-Studien sahen die Vogtland-Kritiker immer als Bestätigung. "In unserer Region gibt es leider noch viel zu viele Menschen, die finden, dass es mit dem Vogtland abwärts geht", ärgert sich IHK-Präsident Hagen Sczepanski. Das Vogtland landete zum Beispiel bei "Focus Money" immer hinten. Die Optimisten aber beklagten stets über die fehlende Tiefgründigkeit. Und siehe da: Wenn zum Beispiel Stressfaktoren wie Luftverschmutzung, Wohnungsangebot, Miete, Stau und dazu Erholungsfaktoren mit einbezogen werden, schwindet die Kraft der Großstadtwucht und der Konzernumsätze.

Als Region weiter gut beraten

Auf Nachfrage zeigt sich IHK-Geschäftsführer Danny Szendrei diplomatisch: "Die Lebenssituation im Vogtland ist viel weniger dramatisch, als häufig dargestellt. Aber wir sind als Region weiter gut beraten, wenn wir unsere Probleme mit Demut angehen." Denn die Wirtschaftskraft der vielen Klein- und Mittelstands-Betriebe im Vogtland könnte natürlich ein paar Kilo mehr auf den Rippen vertragen. Der Landkreis Böblingen landete übrigens auf Platz 143 und das Erzgebirge auf Rang 204. Mehr dazu im Internet (www.zdf.de) sowie in den nächsten BLICK-Printausgaben.