Die Äffchen dürfen in die Flitterwochen

Tiergarten Liebesnest für Weißbüschel-Affen in Falkenstein

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Das neue Traumpaar im Falkensteiner Tiergarten. Diese Weißbüscheläffchen sollen Nachwuchs bekommen. Foto: Thomas Voigt

Falkenstein. Seit vielen Jahren können Besucher im Falkensteiner Tiergarten putzige Weißbüschel-Äffchen beobachten. Ende vorigen Jahres meldete Tiergarten-Leiter Michael Gottschald den Verlust des letzten Weibchens. Man fand das Tier tot im Schildkröten-Becken. Im Nachgang stellte sich heraus, dass das Äffchen trächtig war. Bei der näheren Untersuchung fand Gottschald drei Embryonen. "Meistens bekommen sie nur zwei Junge."

Neuerdings ist der Witwer nicht mehr allein. Im Tropenhaus kann man seine neue Braut sehen. Erst vor wenigen Tagen kam sie nach Falkenstein. "Wir haben sie aus dem Tierpark Jonsdorf bekommen." Mit sechs Jahren ist sie nicht mehr ganz die Jüngste. Mutter war sie allerdings noch nie. Mit ihrem Neuen habe sie sich nach kurzer Eingewöhnungszeit auf Anhieb gut verstanden. Nun ist die Hoffnung groß, dass sich Nachwuchs einstellt. Es wäre die Keimzelle einer neuen Sippe.

Kommen sich die beiden weiter nähe, könnte es klappen

"Das kann dauern", weiß der Tierpfleger. Man sollte nicht gleich zu viel erwarten. Die Affenart ist in Brasilien heimisch und lebt in kleinen Gruppen um die 15 Tiere. Die Gemeinschaft wird vom fortpflanzungsfähigen Paar dominiert. Nur das Alpha-Weibchen bekommt Junge. Die Lebenserwartung der flinken Äffchen liegt bei zwölf Jahren. Das Liebesnest des Falkensteiner Pärchens inklusive Außengehege wurde unlängst auf Vordermann gebracht.

Geht es nach dem Tiergarten-Chef können die Flitterwochen im Tropenhaus sofort beginnen. Kommen sich die beiden in diesem Tempo weiter näher, könnte es mit dem Zeugungsakt bald klappen. Die Tragezeit beträgt fünf Monate. Manche Tiergartenbewohner wie Ziegen und Schafe haben ihren Nachwuchs bereits zur Welt gebracht. Geöffnet ist die Anlage täglich von 10 bis 16 Uhr. Ab April werden die Tore zwei Stunden länger offen gehalten.