Die Bürgerbewegung wächst

Sonntagsdemo Die Initiative "Wir sind Deutschland" will Verein gründen

Wieder kamen ein paar mehr. An die 6.000 friedliebende Demonstranten hatten sich versammelt. Die Bürgerbewegung "Wir sind Deutschland" bekommt eine immer deutlichere Stimme: "Wir müssen der Politik klarmachen, dass wir die Macht haben und nicht andersherum", schallte es über den Plauener Altmarkt. Es sprachen Muttis und Vatis, die sich Sorgen machen. Unter den Demonstranten war Kathrin Herold aus Oelsnitz: "Die Politik vertritt nicht mehr meine Interessen oder die der mittelständischen Wirtschaft. Sie macht das, was gut ist für einige wenige und für Konzerne." WsD-Mitorganisator Gunnar Gemeinhardt stellte klar: "Asyl alleine ist nicht unser Thema. Die Politik macht nur noch das, was sie will. Und wir sagen, jetzt reicht es." Vier große Sonntags-Demonstrationen hat es bisher in Plauen gegeben. Besonders im Mittelpunkt der Kritik stehen - die Medien. "In der Berichterstattung werden die Ansichten des Volkes meistens vollkommen ignoriert", meint Marion Münnich aus Auerbach. Nach einem Farbbombenanschlag auf sein Haus sprach auch WsD-Mitbegründer Tilo Eckardt. Der Familienvati bekam für seine Rede und die Bekundung, trotzdem weiter friedlich kämpfen zu wollen, großen Beifall. Die Gruppe um den Plauener Gastronomen und WsD-Gründer Michael Oheim organisiert sich aus Privatpersonen ohne Parteizugehörigkeit. Inzwischen wird auch eine Vereinsgründung angestrebt. kare