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Die "Bundys" gibt es schon seit 22 Jahren

Freizeitsport Der SV Al Bundy Plauen e.V. ist wirklich irgendwie anders

Plauen. 

Plauen. Diesem schrecklich netten Freizeitverein hatten vor 22 Jahren viele Propheten nur eine kurze Laufzeit voraus gesagt. Denn in der vogtländischen Sportwelt leben Gemeinschaften wie der SV Al Bundy Plauen e.V. meistens nur so lange wie die Gründer durchhalten. Doch dieser Verein war schon von Anfang an irgendwie anders. Und zwar nicht nur seines ungewöhnlichen Namens wegen. Benannt wurde der SV Al Bundy nach einer seinerzeit weltweit erfolgreichen Fernsehserie und dessen Hauptdarsteller Al Bundy. Der war als Schuhverkäufer in der "Schrecklich netten Familie" jeden Tag auf den Mattscheiben präsent. "Das SV in unserem Vereinsnamen, das steht für Schuhverkäufer", behaupten die Bundys. Und so fanden die Hauptinitiatoren Heiko Rudolf und Michael Wirth im Jahr 1996 die Idee gut, aus der wilden Kickertruppe einen richtigen Verein entstehen lassen.

Die "Bundys" haben inzwischen Tradition

Damals waren die "Bundys" fast genauso erfolgreich wie ihr Namensgeber mit seinen Einschaltquoten im Fernsehen. Die Zeit der Pokale und Triumphe aber ist bereits seit sieben Jahren Geschichte. "Wir nehmen kaum noch an Wettbewerben teil, weil bei den Freizeitfußball-Turnieren in der Region fast nur noch aktive Spieler antreten", sagen die Hobbykicker, die während der Freiluftsaison jeden Freitagabend den Wacker-Kunstrasen in der Ostvorstadt bevölkern. Dort, in der Heimstätte des 1. FC Wacker Plauen, hat der SV Al Bundy sozusagen als "Untermieter" sein Domizil gefunden. Ein glücklicher Umstand für die derzeit 18 Mitglieder, die traditionell auch in der dritten Halbzeit zu Hochform auflaufen. Inzwischen hat dieser kleine Verein sogar ein wenig Tradition. Die "Veteranen" vom SV Al Bundy Plauen e.V. trafen sich erst kürzlich im "Goldenen Löwen" zum Weihnachtsessen.

Die Ungarn-Reise geht in die Geschichte ein

Ihre Lebensfreude machen die Bundys nämlich nicht an der Trophäen-Sammlung fest, sondern an den Erlebnisreisen wie der legendären Ungarn-Fahrt, als der ganze Verein 1997 in Perbal aufschlug. "Auf dem Platz hat es eine Niederlage gegeben, allerdings haben wir in der Gesamtwertung die Ungarn deutlich bezwungen", lachen die "Helden der Nachspielzeit". Im Rückblick wird deutlich, was für eine dufte Truppe da zusammengewachsen ist. Sogar Volleyball und Handball haben die "Bundys" schon gespielt und auch die Spielerfrauen harmonieren so, wie es heutzutage in den "Profivereinen" kaum noch zu erleben ist. Als Vorstandsvorsitzende fungierten Yves Timper, Jörg Gugat, Marcel Grüner und inzwischen wurde Jens Münzner zum Vereins-Chef gewählt.



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