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Die Götter des Olymp

Aktuell Zinngießen zur Finissage im Museum Zeulenroda

Sie tragen Namen wie Janus, Bacchos, Rhamnusia oder Aurora. Die berühmten Götter des Olymp stehen im Fokus der Ausstellung im Städtischen Museum Zeulenroda, welches damit historische Zinnfiguren aus dem eigenen Fundus zeigt. Diese außergewöhnlichen Zinnfiguren des Graveurs J. E. Fischer aus dem frühen 19. Jahrhundert präsentieren in großer Typenvielfalt die wichtigsten Göttergestalten der römischen Mythologie. 20 Zinnfiguren wurden von Ramona Rexheuser und dem Museumsteam in Szene gesetzt. Weiterhin sind Spielzeuge aus Zinn zu sehen. Und auch der Zinngießerei in der Region widmet sich ein Teil der Schau. "Es war einst ein bedeutendes Handwerk, es gab dazumal fast keinen Haushaltsgegenstand der sich nicht zur Anfertigung in Zinn geeignet hätte", erklärt Museumsleiterin Ute Arnold. Und: Mit nur einem Meister war im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts das Gewerbe der Zinngießer in Zeulenroda ansässig geworden. Um 1770 wurden im Ort zwar zwei Meister erwähnt, jedoch ernährte die Arbeit die Familien so schlecht, dass es als hiesiges Handwerk ausstarb.

Zumal das Handwerk auch der neuen Geschirrfabrikation in Emaille, Aluminium und Stahl weichen musste. Zur Finnisage am kommenden Sonntag wird der Zinngießer Arne Götz erwartet. Bei dem Dresdner dürfen sich große und kleine Besucher im Zinnfigurengießen üben.

Am letzten Ausstellungstag kann man zudem von 14 bis 16 Uhr Ines Seidel beim Kreieren ihrer Papierarbeiten über die Schulter sehen. Auch das Museums-Cafè hat an diesem Tag geöffnet.