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Die Plauener und ihr neuer Bürgersinn

Kemmlerfest Stadt sammelt für Aussichtsturm

Plauen. 

Wenn der Bürger mitmacht, dann kann eine Stadt vielmehr leisten. Das ist wohl die schönste Erkenntnis einer Sammelaktion, die letztlich zur Wiedereröffnung des Kemmlerturms führte. Weil Plauen sparen muss, kann die Stadtverwaltung nicht einfach überall mit Geldspritzen für lebenserhaltende Maßnahmen sorgen. Und deshalb musste der Aussichtsturm im Juni 2013 gesperrt werden. Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer räumt rückblickend ein: "Natürlich hätten wir als Verwaltung die fehlenden 20.000 Euro locker machen können. Nur hätte dieses Geld dann wieder woanders gefehlt." Kindergärten, Schulen, Straßen - überall in Plauen gibt es Baustellen, wo öffentliche Gelder wirklich sehr wichtig sind. "Der Turm ist Luxus für Plauen. Deshalb finanziere ich die Reparatur sehr gerne mit", sagt Enno Kuhn. Der 66-jährige gehört zu den vielen Spendern, die dem Verein der Freunde Plauens Geld gegeben haben, damit die Reparaturen vorankommen. Der erste Bauabschnitt ist nach einer sehr großzügigen Geldspritze der Stadtwerke Strom Plauen bereits Geschichte. Das heißt, die ersten 20.000 Euro stecken bereits drin, im 18 Meter hohen Aussichtsturm. Das Wahrzeichen der Spitzenstadt thront auf dem 507 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Berg, der Kemmler heißt. Weitere 20.000 Euro müssen noch gesammelt werden. Baubürgermeister Levente Sárközy hatte die Idee: "Der Bau wurde einst durch Spenden finanziert. Ich glaube, die Plauener werden ihren Kemmlerturm selbst retten." kare



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