Die Population könnte "explodieren"

Wald Borkenkäfer bleibt unberechenbar

Etwa 30 Hektar der Waldfläche rund um Elsterberg haben Anzeichen von Schäden.

Laut Revierförster Joachim Gorski bewirtschaftet der zuständige Forstbezirk aktuell 93 Hektar Waldfläche. Abgesehen von Schnee- und Frostschäden liegt das Hauptaugenmerk besonders auf dem Borkenkäfer. "Es ist nicht so schlimm wie anfangs befürchtet", schätzte Gorski die Situation ein.

Allerdings habe sich die zweite Generation der Insekten in den zurückliegenden Sommermonaten gut entwickelt. "Im nächsten Jahr haben wir eine hohe Ausgangspopulation." Folgt dann ein trockener Sommer würde sich die Lage schlagartig ändern. Insgesamt sei der Wald in einem guten Zustand. Seit Anfang 2000 ist der Körperschaftswald der Stadt um fast elf Hektar angewachsen.

In den nächsten Jahren werde der Waldumbau weiter fortgesetzt. Gegenwärtig halten sich Laub- und Nadelgehölze fast die Waage.

Durch standortbedingte Faktoren und Klimawandel komme die Fichte an ihre Grenzen. Sie nimmt rund 30 Hektar der Gesamtfläche des städtischen Waldes ein. Als Ursache nannte Gorski sinkende Frühjahrsniederschläge und insgesamt steigende Temperaturen. Größere Holzeinschläge sind nächstes Jahr im Waldgebiet am Elsterberger Sendemast sowie im Ortsteil Cunsdorf geplant.

Kahlschläge werde es aber nicht geben, versicherte der Fachmann. Für die nächsten Jahre rechnet Gorski mit einem weiteren Zuwachs der bewaldeten Flächen rund um Elsterberg.

Einflussfaktoren seien unter anderem ausgewiesene Biotope und Steilhanglagen.