Die Proteste gehen weiter

Flüchtlingskrise 5.000 Menschen zur Demo von "Wir sind Deutschland"

Die Zahl der Demonstranten auf dem Plauener Altmarkt bleibt stabil. Über 5.000 Menschen folgten dem Aufruf der Bürgerbewegung "Wir sind Deutschland". Vor allem die vielen Widersprüche im sozial- und bildungspolitischen Bereich wurden während der friedlichen Kundgebung kritisiert. Kindergärtner Bernd Mylius hat an allen sieben Sonntagsdemonstrationen teilgenommen. Er sprach bereits zum dritten Mal zu den Menschen. "Finanzmarktkrise, Euro-Krise, Griechenland-Krise, Flüchtlingskrise und und und. Wir haben eine Dauerkrise", schimpfte der Kindergärtner, der auch die Entwicklung in seinem beruflichen Umfeld als bedenklich einstuft. "Wenn so jemand sich da oben hinstellt und die Menschen über Missstände informiert, wie wahrscheinlich ist es dann, dass er Unrecht hat?" Die Frage von Zwischenruferin Manuela Fabian blieb genauso unbeantwortet, wie viele andere Kritikpunkte. Anfangs warfen etablierte Parteien den "WsD"-Initiatoren Populismus ohne Lösungsansätze vor. Da aus der Bürgerbewegung nach eigenen Angaben nun eine wählbare Partei werden soll, scheint diese Initiative auch Verantwortung übernehmen zu wollen. Die aktuelle Asyl-Politik der Bundesregierung bleibt größter Streitpunkt. Redner Ulrich Lupart: "Wir können in Deutschland doch nicht den Rest der Welt aufnehmen." Wegen des Aufbaus des Plauener Weihnachtsmarktes finden die WsD-Kundgebungen ab kommenden Sonntag auf der Bahnhofstraße (Höhe Kino) statt. Die stets friedlich auftretende WsD-Bewegung hat somit den Status einer Kurzzeit-Erscheinung überschritten. kare