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Die Stresemannstraße ist erstklassig!

Plauen. 

Jetzt wird in der Stresemannstraße tatsächlich auch noch Bundesliga gespielt. Stephan Roßner (im Bild) hatte zunächst mit dem SC Magdeburg den Sprung in die erste Liga geschafft. Der Wasserballer aus Plauen erzählt: "Wir sind 2005 in die höchste Spielklasse der Bundesrepublik aufgestiegen. Aber nach sechs Jahren an der Elbe hat es mich im Jahr 2008 wieder nach Hause zurückgezogen." In seiner Heimat sattelte der Spitzensportler dann beruflich um. "Ich habe 2009 meinen Abschluss als Fleischermeister gemacht und Ostdeutscher Meister sind wir mit dem Schwimm-Verein 'Vogtland' Plauen 2012 und 2013 geworden", zählt der inzwischen 32-Jährige auf. Seine Erfolgsgeschichte kann der Wasserball-Kapitän sehr gut einordnen: "Du brauchst ein tolles Team. Das haben wir beim SVV genauso wie hier in der Fleischerei." 1985 hatte Vater Ulrich Roßner die eigene Fleischerei in der Stresemannstraße 10 gegründet. Unterstützt durch seine Frau Andrea Roßner, bauten sich beide einen Handwerksbetrieb mit traditionellen Wurzeln und modernem Ladengeschäft auf. Bei Junior-Chef Stephan Roßner klingelt früh um 5.15 Uhr der Wecker. Ab sechs Uhr arbeitet der Fleischermeister im Geschäft und kreiert beispielsweise die neue Chili-Paprika-Salami oder schmeckt die traditionellen, vogtländischen Knacker ab. Nach Ladenschluss stürmt Stephan ins Stadtbad. Dort trainiert er mit dem Bundesligakader des SVV ab 20 Uhr. Kundin Katharina Zeidler lacht: "Da isst man hier zu Mittag in doppelter Hinsicht erstklassig. Also ich komme manchmal dreimal die Woche. Aber, dass der Chef Bundesliga spielt, habe ich nicht gewusst", lacht die Bürokauffrau. kare