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Vogtland

Die Vertrautheit wird fehlen

Aktuell Leubnitzer Pfarrer wird am Sonntag verabschiedet

Seit genau 39 Jahren ist Volkmar Schmiedel als Pfarrer in Leubnitz tätig. Am Sonntag um 14 Uhr wird er feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Mit seiner Ehefrau zieht der Geistliche nach Neundorf. Die Pfarrstelle bleibt bis auf weiteres vakant. "Man lässt ein Lebenswerk zurück", sagt Volkmar Schmiedel. Und: "Es war schön, aber nicht immer leicht." Der 65-jährige blickt mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Der Kontakt zu den den Menschen und das Umfeld werde ihm sicher fehlen. "Ich kenne so viele Leute aus den Dörfern." Mit ihnen allen fühle man sich verbunden, wenn man sich so lange kenne. Das sind nicht nur Leubnitzer, sondern auch Menschen beispielsweise aus Rößnitz, Rodau, Oberpirk oder Mehltheuer. "Die Zeit war immer ausgefüllt gewesen, und ich habe immer versucht, mich den Aufgaben zu stellen."

"Am 1. März 1976 ging es los", erinnert sich Schmiedel, als sein Dienst für die Kirche in Leubnitz begann. Der Geistliche stammt aus Hohndorf bei Oelsnitz im Erzgebirge. Zunächst begann der Dienst in Leubnitz als Vikar, im Juli 1976 folgte die Ordination. Es sind nicht nur die sichtbaren Dinge wie etwa die Sanierung der Kirchen, die dem Pfarrer wichtig waren. "Ich habe versucht, ein Vertrauensverhältnis zur Kirche aufzubauen, die Distanz der Menschen zur Kirche abzubauen." Für die Leute da zu sein, ein offenes Ohr zu haben. Was er den Menschen hier lassen möchte, was er ihnen wünscht? "Ermutigung ist wichtig, dass sie ihren Glauben nicht wegwerfen. Ich wünsche, dass bald wieder ein Pfarrer da sein wird."