Die Vogtland-Bau trotzt Corona-Virus

Messe Nach anfänglicher Besucherflaute war der Ansturm am Sonntag enorm

Plauen. 

Plauen. Der Sonntag war richtig gut besucht. Zur wichtigsten Baumesse des Vogtlandes haben sich die Besucher von der aktuellen Corona-Virus-Gefahr nicht abhalten lassen. An den Ständen der wiederum über 70 Firmen war jedoch am Freitag nur wenig los. Stefanie Jeske veranstaltet die Vogtland-Bau seit 20 Jahren. Die Unternehmerin aus Chemnitz wirkte ziemlich erleichtert: "Viele unserer Handwerksbetriebe hatten bereits am Samstag von einer richtig guten Resonanz gesprochen. Heute war so viel los wie in den Vorjahren auch", resümierte Stefanie Jeske beim Messeschluss. Genaue Zahlen konnte sie noch keine nennen. Fest steht, dass es in diesem Jahr zwar leichten Besucherschwund gegeben hat. "Weil wir in diesem Jahr aber wegen der riesigen Unternehmernachfrage ausgebucht waren, haben wir bereits viele Verträge für nächstes Jahr vorliegen und so dürfen wir dann 2021 vom 5. bis 7. März wieder auf 8.000 Besucher hoffen", blickte Stefanie Jeske optimistisch nach vorn.

Seit Wochen restlos ausgebucht

Die Messe war seit Wochen von Ausstellerseite restlos ausgebucht. Ein Grund dafür: "Es gibt viele Neuheiten und hier kommt man am besten an die Eigenheimbesitzer und Mieter heran", stellte der Badsanierungsexperte Rainer Meckel fest. Seine Auftragsbücher waren bereits vor der Messe gut gefüllt. Das Plauener Unternehmen beschäftigt Badewannen-Doktoren und Duschkabinen-Spezialisten. Der preisgekrönte Betrieb kann auf inzwischen 28 Jahre Bäderrenovierung zurückblicken. Seit 27 Jahren macht Heinz Krebs die Öltanks vieler Häuslebauer wieder dicht. Das große Problem der "Neuzeit" kennt der Mann aus Zwönitz: "Bei mir rufen die Leute an und sagen, dass der Öltank im Keller ausgelaufen ist." Sein Mitarbeiter Sebastian Fickert ist dann wenig verwundert: "Wer vor 30 oder 25 Jahren gebaut hat, der hat ganz oft jetzt das Problem, dass der Öltank porös und undicht wird. Wir können vor, aber auch nach der Katastrophe helfen. Vor der Supergau kostet es vielleicht nur 200 Euro. Nach dem Haus- und Umweltschock werden tausende Euro fällig und es gibt oft auch Streit mit der Versicherung", berichtet Sebastian Fickert. Übrigens grassiert eine "Zeitungsente" nach wie vor unter den Öltankbesitzern: "Es stimmt nicht, dass Ölheizungen verboten sind oder bald verboten werden. Es muss niemand umrüsten. Aber den Tank sollte man auf jeden Fall überprüfen und zeitgemäß abdichten lassen", findet Heinz Krebs von Krebs Tanksysteme.

Betrieb bei der Zwickauer Polizei

Besonders viel los war am Präventionsstand der Polizeidirektion Zwickau. Dort erfuhren Jan und Liane Beier aus Oelsnitz, dass "schon einfache technische Maßnahmen das Einbruchsrisiko erheblich reduzieren. Wir haben uns beraten lassen und sind danach an zwei Messeständen gewesen, um die Tipps an unserem Haus umsetzen zu lassen. Eine Überwachungskamera mit Installation hätten wir uns früher nicht leisten können. jetzt aber sind die Preise derart gesunken, dass es fahrlässig wäre, sowas nicht zu nutzen", findet das Ehepaar.

Die Möglichkeit werden immer größer

Der Fragenkatalog der Besucher wird übrigens von Jahr zu Jahr länger. Und auch die vielen Möglichkeiten. Das Unternehmen Elektro Löffler ist mit seinen sieben Mitarbeitern im Energiesparbereich tätig. Geschäftsführer Frank Löffler berichtet: "Ich betanke meinen E-Golf mit Strom von meinem Solardach. Und ich kann diesen Strom auch bundesweit tanken. Das macht die Technik möglich. Immer mehr Menschen interessieren sich für diese Art der Fortbewegung." Die Experten und Fachbetriebe informierten auf der 20. Vogtland-Bau zu allen Themen, neusten Produkten und Verfahrensweisen. Ob Hausbau, Renovierung oder ein schönerer Garten, die Messe in der Plauener Festhalle gab Antworten in alle Richtungen. Informationen für nächstes Jahr gibt es im Internet unter der Adresse: www.vogtland-bau.de