Dieser Appell geht an alle

Einzelhandel Um den Plauener Altmarkt könnte es viel besser stehen

Gehen die Leute nicht in die Innenstadt einkaufen, ist die City auch nicht belebt. Besonders deutlich wird das seit etwa acht Jahren am Altmarkt. Rund um den bautechnisch perfekt modernisierten Platz haben es die Händler schwerer, als anderswo. Zu viele Stellschrauben hat der städtische Verwaltungsapparat verstellt. So stehen zum Beispiel die Ampeln in Richtung der großen Einkaufszentren überall auf Grün. Am Altmarkt klagt der Einzelhandel jedoch wegen der schlechten Erreichbarkeit und dem Poller-hoch-Poller-runter-Wirrwarr. Wer diese Verkehrsbarriere überwunden oder umfahren hat, der trifft ausgerechnet in diesem Viertel vermehrt auf schreibaggressive Politessen. So hat es der BLICK-Reporter acht Jahre lang immer und immer wieder von den Gewerbetreibenden gesagt bekommen. Auch Unternehmer Frieder Seidel bestätigt diese Erfahrung. Der 59-Jährige sagt aber auch: "Die Stimmung hier ist schlechter, als die eigentliche Situation." Das wiederum scheint an den fortwährenden Negativerlebnissen aller betroffenen Händler und Kunden zu liegen. So die Vermutung. Frieder Seidel hat vor zwei Monaten am Altmarkt eine Niederlassung von Concepcion Seidel eröffnet. Unter anderem handelt das Unternehmen mit christlicher Literatur. Der Geschäftsmann schickt im Namen aller Kollegen einen Appell an die Vogtländer: "Ich darf mich als Kunde nicht aufregen, wenn in einer Stadt immer weniger los ist und ich aber gleichzeitig via Internet einkaufe. Wir alle leben von der Kaufkultur unserer verehrten Kundschaft!" kare