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Dokumentation von Hass und Propaganda

Kino Film zeigt Problematik der rechten Szene

Plauen. 

Nazi-Musik als Jugendkultur von nebenan? Mit diesem Thema befasst sich am Montag (18.30 Uhr) die Landtagsfraktion der Bündnisgrünen im Kino Capitol. Gezeigt wird der Film "Blut muss fließen. Rechtsrock in Sachsen". Der Journalist Thomas Kuban und der Filmemacher Peter Ohlendorf drehten mit hohem Risiko. Mit versteckter Kamera filmten sie, was bei Nazikonzerten in Deutschland und im Ausland hinter verschlossenen Türen geschieht. Die Bilder dokumentieren Hass, Gewaltphantasien und Nazipropaganda als zentrale Merkmale der rechten Szene. Im Anschluss wird darüber diskutiert, welche Bedeutung Musik und Konzerte für die rechtsextreme Szene haben. Insider der Szene sprechen von einem blühenden Geschäft. Allein in Sachsen wird der Umsatz von Musik- und Merchandising-Versandhandel auf rund 3,5 Millionen Euro im Jahr geschätzt. An Beispielen wird an diesem Abend gezeigt, wie sich die Naziszene vor Ort auswirkt und wie man sich dagegen wehren kann. Neben dem Filmemacher Peter Ohlendorf hat sich André Löscher als Vertreter der Opferberatung Chemnitz angekündigt.