Doppelt so viele Rauschgiftdelikte

Polizeistatistik Neuer Chef bekommt viel Arbeit

Klingenthal. 

Steve Alter ist neuer Inspektionsbereichsleiter der Bundespolizei in Klingenthal. Der 33-Jährige stammt aus Erfurt und er übernimmt bekanntermaßen keinen leichten Job. Denn im Zuge des Schengener Abkommens wurden die stationären Kontrollen an den Binnengrenzen abgeschafft. Das Sicherheitskonzept für die Grenzregion wird von daher in und um Klingenthal immer wieder scharf diskutiert und Verlässlichkeit eingefordert.

Zur feierlichen Amtseinführung bezogt Landrat Tassilo Lenk Stellung: "Die Kontrollen sind in den letzten beiden Jahren intensiver geworden und sie haben zu einer höheren Aufklärung geführt", beteuerte Lenk. Nach Zählung seiner Fachämter nahmen die Fallzahlen von 2010 (1185) zu 2011 mit 1098 registrierten Vergehen leicht ab. Ein geringer Rückgang ist auch bei Diebstählen zu verzeichnen. Diese sanken im gleichen Zeitraum von 495 auf 401 Fälle. Sorgen bereiten jedoch weiter Rauschgiftdelikte, die deutlich zunahmen und sich in der Anzahl mehr als verdoppelten. "Daher bleibt das Thema Grenzkriminalität aktuell", gab der Landrat dem neuen Leiter die eindringliche Bitte mit auf den Weg, weiterhin alles in der Raumaufklärung, Raumsicherung und in der für die Bevölkerung spür- und sichtbaren Präsenz der Bundespolizei zu tun.

Steve Alter hat demnach von Vorgänger Matthias Heinz im Vierländerraum eine komplizierte Aufgabe übernommen. Froh sind die Menschen vor Ort zumindest darüber, dass die Bundespolizeiinspektion in Klingenthal in "guter Stärke" erhalten geblieben ist. Das alleine aber genügt nicht, wie die aktuellen Zahlen deutlich machen.