Drachen-Whiskey: Bei "Justus" in Syrau reift ein guter Tropfen

Projekt Drachenhöhle wird für acht Jahre zum "Whisky-Lager"

Syrau/Straßberg. 

Syrau/Straßberg. Der Drache "Justus" wacht in den kommenden acht Jahren in der Drachenhöhle in Syrau über zweihundert Liter feinsten sächsischen Whisky. Möglich gemacht haben das die Straßberger Whiskyfans von "Spirit of Oak". In acht Jahren wird es dann einen "Drachen-Whisky" geben.

Anteile des Drachen-Whiskeys erwerben

Am 14. März, dem 92. Entdeckungstag der einzigen Tropfsteinhöhle Sachsens, wird in der Drachenhöhle Syrau ein gewaltiger logistischer Aufwand betrieben, um zwei 100-Liter-Fässer Whisky die 81 Stufen zum Lagerplatz unter der steinernen Eingangstreppe hinab zu hieven. Ideengeber Wolfgang Lückert: "Es gibt schon noch ein paar Unwägbarkeiten zu bewältigen. Der gute Tropfen, der momentan etwa 60 Volumenprozente nach dem Brenn- und Lagerprozess aufweist, kommt aus der Sächsischen Spirituosenmanufaktur in Kirschau bei Dresden. Nun erfolgt die feine Veredlung des Brandes in gebrauchten Bourbon-Whiskeyfässern aus den USA. "Die Fässer dürfen dort nur einmal genutzt werden. Darin werden Gerbstoffe und Aromen in unseren Whisky abgeben", sagt Lückert. Je länger der Whisky reift, desto milder und ausgewogener wird er am Ende sein. Gemeinsam mit Heidrun Bauer, der Chefin der Drachenhöhle hat Lückert die Idee eines Drachen-Whiskys ersonnen, denn man kann damit das größte Problem der Lagerung in Deutschland - die breite Temperaturspanne - lösen. "Bei uns in der Drachenhöhle herrschen Sommer wie Winter 10 Grad plus Temperatur und 98% Luftfeuchtigkeit", verdeutlicht Heidrun Bauer den großen Vorteil der Lagerung in der Schauhöhle. Nach einem gewissen Volumenverlust, dem so genannten "Angels Share", sollen etwa 300 Flaschen Whisky in acht Jahren abgefüllt werden. Schon jetzt können interessierte Genießer entsprechende Anteile an den Fässern erwerben.