Ehrenamtliche vermissen Zusammenarbeit

Tourismus Vereins-Chefin kritisiert Tourismusverband Vogtland

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Christa Trommer wird nicht müde, den Touristen spannende Geschichten rund um die Göltzschtalbrücke zu erzählen. Foto: Thomas Voigt

Brockau/Netzschkau. Sie ist die Frau, die voriges Jahr mit einem Drehteam des MDR zu einer viel beachteten Fernseh-Reportage "Der Osten - Das Wunder im Göltzschtal" stundenlang unterwegs war.

Nächste Amtszeit angetreten

Am Donnerstag wurde Christa Trommer in der Brockauer "Kuhbergbaude" für weitere drei Jahre zur Vorsitzenden des Fremdenverkehrsvereins "Nördliches Vogtland" gewählt. Neuer Stellvertreter ist Jörg Troidl vom "Lengenfelder Hof". Er tritt die Nachfolge von Wolfgang Richter an.

Der Reichenbacher wird aber weiter aktiv im Verein und insbesondere am Info-Punkt an der Göltzschtalbrücke als ehrenamtlicher Helfer mitwirken, versicherte die alte und neue Vereins-Chefin. In ihrem Jahresbericht zog die 73-Jährige Bilanz. Demnach führten Vereinsmitglieder voriges Jahr in sieben Monaten fast 25.000 Beratungsgespräche an der Brücke.

Noch Luft nach oben

Von April bis Ende Oktober ist die Tourist-Info täglich von 11 bis 15 Uhr besetzt. In dieser Zeit registrierten die ehrenamtlichen Mitarbeiter 270 Busse. Daraus resultierten jede Menge Führungen, weiß die engagierte Vorsitzende. "Das ist nach Absprache zu jeder Zeit ab einer Person möglich." Ihrer Einschätzung nach könnte sogar noch viel mehr möglich sein. Mit dem Tourismusverband Vogtland (TVV) gebe es überhaupt keine Zusammenarbeit mehr, bedauert Trommer.

Der TVV sei mit Reiseunternehmen zur Brücke unterwegs, ohne die Ehrenamtlichen vor Ort in Kenntnis zu setzen. Einnahmen aus touristischen Führungen sind jedoch immens wichtig für den Verein, zumal laut Trommer in diesem Jahr Gelder aus dem Förderprogramm "Wir für Sachsen" fast um die Hälfte gekürzt wurden. Vor diesem Hintergrund bietet der Verein neuerdings eine tägliche Führung ab 14 Uhr ohne Mindestteilnehmerzahl an.