Ein großer Schatz der Gemeinde

Jubiläum Pausaer Kurrende feiert 100-jähriges Bestehen

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Zur Kurrende gehören Madlen Radtke, Anna-Lena Flach, Raphael Steinert und Mattis Sommer. Im Hintergrund Pfarrer Frank Pierel. Foto: S. Zeh

Pausa. Genau hundert Jahre besteht die Pausaer Kurrende. Vier Kinder sind derzeit Mitglieder. Das ist nicht viel für die Pausaer Kirchgemeinde. Dennoch spricht Kantorin Irene Uhlmann von einem "großen Schatz". Denn es gab auch eine Zeit, da hatte man in Pausa gar keine Kurrende.

"Das liegt an den Jahrgängen und daran, ob junge Familien in der Kirchgemeinde sind." Die Kantorin hofft, dass die Kurrende wieder stärker wird. Im Eingangsbereich der St. Michaeliskirche zieht ein Bild der ersten Kurrende in Pausa die Blicke auf sich, welches auf den 2. Dezember 1917 datiert ist und sieben Jungs zeigt.

Das Wort Kurrende kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "laufen". Daraus abgeleitet wurde "ein aus bedürftigen Schülern gebildeter Chor", erklärt Kantorin Irene Uhlmann. Der Chor zog damals bei bestimmten Anlässen von Haus zu Haus und sang für Geld. "Der Sinn hat sich im Laufe der Zeit gewandelt." Die Verkündigung der frohen Botschaft steht aber nach wie vor im Mittelpunkt.

"Die Kinder, die in der Kurrende waren, können später auf besondere Erinnerungen zurückblicken", so die Kantorin. Dies sei das gemeinsame Singen, Auftritte und Begegnungen mit Menschen. Gott zur Ehre zu singen, sei das Anliegen. "Wer singt, betet doppelt", sagte Irene Uhlmann. Ein Zeichen auch für eine lebendige Gemeinde.