Ein Kerzenmeer in Plauen wie im Herbst 1889

Event Im Symbol von Frieden fand am Montag die Gedenkfeier statt

Plauen. 

Am Abend noch leuchteten die Kerzen vor der Lutherkirche, bildeten ein regelrechtes Kerzenmeer. Viele Menschen hatten sie zum Gedenken aufgestellt. An dem Ort, wo auch vor genau 30 Jahren die Kerzen leuchteten. Als Symbol für den Frieden.

So wie damals an jenem schicksalhaften Tag, der die friedliche Revolution einläutete, versammelten sich zahlreiche Plauener und Vogtländer zum Gedenken. Freude und Dankbarkeit waren zu spüren. Vor dem Wendedenkmal - die Glocken der Lutherkirche hatten geläutet - sprachen der Oberbürgermeister von Plauen, Ralf Oberdorfer, der sächsische Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und der Landesbischof Dr. Carsten Rentzing aus Dresden. Als besonderen Gast sprach Bundespräsident a.D., Joachim Gauck, zu den Anwesenden. Wolfgang Sachs, Vorsitzender des Initiatorenkreises "Wende Denkmal", berichtete, wie das Denkmal entstand, welches Peter Luban, Künstler aus Rößnitz, schuf. Nach dem Entzünden der Kerzen an der Lutherkirche blickten alle an die gegenüberliegende Rathausfassade. Eine animierte 3D-Laser-Grafikshow projizierte die Ereignisse in Plauen 1989 an die Wand. Zum Friedensgebet ging es in die bis zum letzten Platz gefüllte Lutherkirche. Eine Podiumsdiskussion unter der Regie der Grünen/Bündnis 90 bildete den Abschluss. Draußen indes erinnerten immer noch die Kerzen an das Geschehen vor 30 Jahren, als in Plauen die friedliche Revolution in der DDR ausgelöst wurde.