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Ein Leben für das historische Sägewerk

Menschen 2019 Christian Kollmus lässt Geschichte lebendig werden

Markneukirchen. 

Markneukirchen. Wer in Markneukirchen auf der Suche nach Christian Kollmus ist, wird an einem Ort schnell fündig: im historischen Sägewerk. Dort kommt der Markneukirchener sofort ins Schwärmen, wenn er von "seinem" historischen Sägewerk spricht. Nur wenige Schritte von der Tourist-Information entfernt, im "Gerber-Hans-Haus", führt Christian Kollmus in regelmäßigen Abständen Führungen für Personengruppen oder für Interessierte durch und weiht diese ein in die Geheimnisse und in die Traditionen, wie aus einem einfachen Baumstamm eine Violine werden kann.

Ein Stück Industriegeschichte vermitteln

Logisch, dass da die Besucher bei den exzellenten Schilderungen ihres "Museumsführers" große Augen bekommen. Christian Kollmus hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Stück Industriegeschichte von Markneukirchen den Besuchern, insbesondere aber der jungen Generation, nahe zu bringen. Er hat sich quasi in die museale Einrichtung verguckt und stimmt bei der Frage, ob er sich selbst als "Holzwurm" bezeichnen würde, unumwunden zu. "Ich liebe das Holz". In einer rund einstündigen Führung berichtet und zeigt Christian Kollmus, wie in diesem Haus in ungewöhnlichen Dimensionen gesägt wurde. "Neben Griffbrettern, Bestandteilen und Zubehör für Streich- und Zupfinstrumente entstanden aus Ahorn und Fichte, Ebenholz, Palisander oder Mahagone hauchdünne Furniere - bereits um 1900 mit einer Stärke von nur 1,5 Millimeter", berichtet Christian Kollmus.

Einblicke in nicht einfache Arbeit geben

Ihm sind die regelmäßigen Schauvorführungen zu verdanken, die der Markneukirchener seit der Eröffnung des historischen Sägewerkes am Gerber-Hans-Haus durchführt - und das seit dem Jahr 2010. Christian Kollmus: "Auf Initiative des Heimatvereins Markneukirchen mit Gerhard Kraubmann an der Spitze gelang es, Furniersägen, Fuchsschwanz, Trenngatter samt der historischen riemengetriebenen Transmission zu erhalten. Mein Ziel ist es, den Besuchern Einblicke zu geben, unter welchen nicht einfachen Bedingungen die Menschen im Sägewerk gearbeitet haben." Dabei spricht Christian Kollmus aus eigener Erfahrung und Erleben. Er hat von 1985 bis zur Schließung des Sägewerkes im Jahr 1995 als Vorarbeiter dort gearbeitet. Vor diesem Hintergrund betrachtet der Markneukirchener das historische Sägewerk als ein "zweites Wohnzimmer".

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